23.06.14

Hey Joe Coffee Mug: Thermoskanne kocht unterwegs frischen Kaffee

Sieht aus wie eine Thermoskanne, aber kann Kaffee kochen. Alle Bilder: Hey Joe Coffee

Der Hey Joe Coffee Mug kocht unterwegs frischen Kaffee und dient gleichzeitig als Thermoskanne. In das Kochfach passen Pads oder eigener gemahlener Kaffee, auf Wunsch auch Tee.

 

Keine üble Idee eigentlich: Kaum ein Mensch trinkt Kaffee nur zu Hause. Viele nehmen sich eine Thermoskanne oder -tasse mit auf einen Ausflug, die Reise oder den Weg zur Arbeit. Oder man geht eben auf einen Kaffee ins Café oder die nächste Tankstelle. Aber schöner wäre es doch, wenn man seinen eigenen Lieblingskaffee nicht nur dabei hätte, sondern ihn sich frisch selbst kochen könnte.

Der Hey Joe Coffee Mug soll das können. Er hat die Form einer großen Thermoskanne (und dient nach dem Kochvorgang auch als solche), bewahrt darin den Kaffee aber nicht nur auf, sondern kocht ihn direkt in der Kanne. Das Kaffeepulver wird in Form eines Pads oder als selbst gemahlener Kaffe dort eingesteckt, der fertige Kaffee in der gewünschten Temperatur warm gehalten. Die Idee liegt wohl gerade in der Luft: Ricarda hatte euch neulich gerade das Projekt Cafflano vorgestellt – anderes Vorgehen, ähnliches Ziel.

Das Prinzip des Kaffeekochens ist eigentlich simpel: Heißes Wasser über gemahlene Bohnen in einem Sieb laufen lassen und das fertige Extrakt darunter auffangen. Um dieses Prinzip unterwegs anzuwenden, braucht man eigentlich nur das geeignete Behältnis, die notwendigen Zutaten und eine Energiequelle. Eine starke Energiequelle, denn Wasser zu kochen gilt als eine der energieintensivsten Prozesse überhaupt. Zusätzlich soll die Maschine den Kaffee noch auf einer gewünschten Temperatur von 60 oder 70 Grad C warm halten können. Welche Akkuleistung der Hey Joe Coffeemaker mitbringt, verraten die Anbieter leider nicht. Nur, dass die Leistung für drei Tassen ausreicht. Der Akku kann später über ein USB-Kabel wieder aufgeladen werden.

 

Für 400 ml Kaffee auf Wunsch mit Milch und Zucker

Rund 400 ml fasst der Tank sowohl vor als auch nach dem Kochen. Entsprechend hoch wirkt der gut isolierte Coffee Mug selbst. Angeblich soll sich sogar Kaffee mit Milch und Zucker direkt in der Kanne produzieren lassen, wenn man die Zutaten zuvor ins Kaffeereservoir eingefüllt hat und die Kanne später einfach schwenkt. Kostenpunkt: Gar nicht einmal so viel. Der Hey Joe Coffee Mug finanziert sich derzeit auf Kickstarter und kostet dort samt Lieferung nach Europa umgerechnet knapp 60 Euro. Für einige Euro mehr gibt es noch Pakete mit Zusatzakku und/oder dem hauseigenen Hey Joe Kaffee. Hinter der Firma steht ein kleines Team unabhängiger Entwickler aus Atlanta, Georgia, in den USA. Die fertigen Hey Joes sollen bereits im November ausgeliefert werden. Die Kickstarter-Aktion, die bereits erfolgreich finanziert ist, läuft noch bis zum 3. Juli.

Zum Schluss zu erwähnen wäre noch das Projektvideo der Gründer, aber das schadet der Sache in meinen Augen mehr als dass es nützt. Der Beispielnutzer des Hey Joe sitzt dort in einem Café und trinkt seinen mitgebrachten, eigenen Kaffee (ist klar). Der Sprecher erzählt von einem revolutionären Produkt, wie es nur alle Jubeljahre einmal vorkommt und alles verändert, was wir bisher kannten. Langsam ist es auch einmal genug mit diesen Steve-Jobs-mäßigen Videos! Das Produkt allerdings finde ich interessant, wobei bei mir leise Zweifel bleiben, ob das alles so reibungslos funktioniert, wie beschrieben (Bauchgefühl). Urteilt selbst.

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