25.07.14

Hello Sense: Schlaue Kugel für besseren Schlaf

Sense reagiert auf Handgesten, um bspw. den Alarm auszuschalten. (Bilder: Hello)

Das kleine, kugelige Gadget „Sense“ soll seinen Besitzern etwas schenken, das wir alle gut gebrauchen können: erholsamen Schlaf. Zugleich soll es erkennen können, warum wir vielleicht schlechter schlafen als wir uns das wünschen würden. Das Startup „Hello“ nutzt Kickstarter, um für sein Gerät zu trommeln – mit Erfolg.

 

Guten Morgen! Gut geschlafen? Erholt? Schöne Träume gehabt? Oder doch wieder geschaffter aufgewacht als eingeschlafen? Viele von uns werden das zumindest phasenweise kennen: Man ist müde und braucht Erholung und kann trotzdem nicht einschlafen. Oder man wacht morgens auf und fühlt sich wie gerädert. Wir haben immer mal wieder Gadgets vorgestellt, die sich rund um dieses Thema drehen. Manche versprechen interessantere Träume und effektiveren Schlaf. Die zahlreichen Fitnesstracker sollen uns ebenfalls aufzeigen, wie gut wir schlafen und idealerweise auch, wie wir noch besser schlafen könnten. Und dann gibt es spezialisierte Angebote wie Beddit (die allerdings ihre Unterstützer auf Indiegogo mit dem fertigen Produkt offensichtlich enttäuscht haben).

Das Startup Hello will nun mit dem „Sense“ den Stein der Weisen alias die Kugel des Schlafens gefunden haben. Das folgende Video bewirbt das Projekt:

Das Gadget besteht also aus drei Komponenten:

     

  1. Der schone genannten Kugel „Sense“. Sie ist die Zentrale und mit etlichen Sensoren ausgestattet.
  2. Dem Sensor „Sleep Pill“, den man an sein Kissen klippt. Paare können sich zwei anschaffen und sollen dann jeweils persönliche Auswertungen bekommen.
  3. Der App für iOS oder Android.

Funktionalität

Es soll dabei gleich diverse Dinge leisten. Als erstes wäre da das reine Messen des Schlafs – Länge, Schlafphasen etc. Die Auswertungen dazu kann man sich dann in der App ansehen. Sense misst laut Beschreibung zudem Werte wie die Helligkeit, die Temperatur oder die Luftfeuchtigkeit im Raum und kann Staub oder Pollen in der Luft feststellen. Mit einem Mikrofon horcht es auf störende Geräusche wie einen schnarchenden Partner oder einen Autoalarm. In der App kann man sich dann anhören, was eigentlich so alles im Schlafzimmer los war – wobei die Macher betonen, dass diese Aufzeichnungen auf dem Gerät bleiben und nicht etwa in die Cloud hochgeladen werden... Man füge hier gedanklich eine Post-Snowden-Anmerkung zum Thema Privatsphäre ein, denn Sense kann und soll sich via WLAN mit dem Internet verbinden, damit man auch aus der Ferne nachsehen kann, was denn im heimischen Schlafzimmer gerade so für Messwerte anfallen.

Über den eingebauten Lautsprecher kann Sense Geräusche abspielen, die beim Einschlafen helfen sollen und die Kugel weckt darüber am Morgen auch auf. Der Alarm wird wie zu erwarten zum „besten Zeitpunkt“ ausgelöst: Hat man den Wecker beispielsweise auf 7.30 Uhr gestellt, ist aber gegen 7.15 Uhr gerade in einer leichten Schlafphase, wird man eben dann schon aufgeweckt – so jedenfalls das Versprechen.

In der App findet man dann die Messdaten sowie eine Bewertung des Nachtschlafs. Maximal 100 Punkte kann man erreichen. Letztlich soll es einem dabei helfen, Quellen für Störungen und somit schlechten Schlaf auszumachen.

Vorteile, Unterschiede, Nachteile

 

Interessant an Sense ist, dass man nicht wie bspw. bei Beddit einen Gurt an der Matratze befestigen muss und dass es mit dem Kissen-Sensor auch Daten von Paaren getrennt voneinander aufzeichnen können soll. Man braucht zudem nichts am Körper zu tragen, was so mancher als störend empfindet.

Es gibt etliche Apps, die zumindest das Schlaftracking und das „intelligente Aufwecken“ auch allein mit einem Smartphone leisten können sollen. Allerdings sind die Sensoren in Smartphones aus Stromspargründen oft nicht so empfindlich wie sie sein könnten. Und am Ende kommt es eben darauf an, dass die Software schlau genug ist, die gemessenen Daten zu interpretieren.

Der „Sleep Pill“-Sensor funkt via Bluetooth 4.0 Low Energy und soll ein Jahr mit seiner Batterie durchhalten. Anfangs war die Rede davon, dass sich diese Batterie nicht austauschen lässt. Die Information wurde inzwischen geändert: Nun soll man einfach eine neue Knopfzelle einsetzen können. Trotzdem soll die Sensor-Pille auch einen versehentlichen Waschgang überstehen.

Ob das Startup Hello alles das umsetzen kann, was sie in Video und Text versprechen, ist natürlich eine Vertrauensfrage. Allerdings ist die Entwicklung schon enorm weit fortgeschritten. Das Unternehmen hat nämlich bereits über 10 Millionen US-Dollar Kapital eingesammelt. Das Kickstarter-Projekt ist demnach wohl eher Marketing als tatsächliche Notwendigkeit.

Preis und Verfügbarkeit

 

Umgerechnet rund 85 Euro soll man via Kickstarter vorschießen, um dann im November 2014 seine „Sense“-Kigel plus eine „Sleep Pill“ zu bekommen. Für 107 Euro gibt es „Sense“ mit zwei „Sleep Pill“-Sensoren. Der internationale Versand ist hier jeweils bereits enthalten.

Weitere Informationen findet ihr hier auf der Kickstarter-Projektseite.

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