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25.07.12

Hannes Harms Konzept: Die superflache Boombox

Auf den ersten Blick scheint etwas an Hannes Harms Boombox zu fehlen: Für ein Lautsprechersystem ist diese Box einfach viel zu flach. Oder doch nicht? Das Ding ist so flach, dass man sich gar nicht vorstellen mag, wie der Sound sein wird. Aber das täuscht - Dank superdünner und modernster Technik soll die kleine Boombox ein Soundriese sein.

Design, Design und nochmal Design. Hannes Harms Boombox ist ein gelungenes Schmuckstückchen. Harms reduziert gern Alltagsgegenstände auf ein minimales Design, und das ist ihm mit dem Soundsystem Boombox sehr gut gelungen. Eine dünne Metallscheibe, ein zarter Fuß. Mehr braucht es nicht, um Musik zu genießen. Hannes Harms, Designstudent am Royal College of Art in London, hat auf diese Weise ein ganz schlichtes Soundsystem geschaffen. Keine störenden Knöpfe, nur eingelassene, ausgefräste Bedienelemente, kein ablenkender Pomp.

Es ist ein Konzept, das überzeugt. Viel ist aber nicht über sein Designprojekt zu erfahren. Also keine Informationen zu Preis, Verfügbarkeit und so weiter. Dafür gibt es einige andere Fakten zum Produkt: Die Boombox wird von Harms aus rostfreiem Stahl gefertigt, zu 100 Prozent recyclebar. Bearbeitet wird das Metall mit einem Sandstrahl und mit einem Ätzprozess, um die Bedienelemente einzufügen. Das Stück selbst ist nur etwa einen halben Zentimeter dick. Damit reduziert sich auch der Verpackungsmüll, denn Harms Soundsystem soll an den Kunden plattgewalzt ausgeliefert werden - die Verpackung kann also so dünn wie ein ganz normaler Briefumschlag sein. Der Kunde muss seine Boombox dann zum Aufstellen an den vorgesehenen Stellen biegen, damit aus dem ebenen Stück ein überall hinstellbarer Lautsprecher wird.

Jetzt kommt die schlechte Nachricht: Ob die Boombox des deutschstämmigen Designers Harms überhaupt in Produktion geht, ist noch offen.

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