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14.06.08

HandshoeMouse im Test: "Maus-Arm" ade

Die HandshoeMouse ist ergonomisch geformt und ermöglicht eine entspannte Handstellung

Die HandshoeMouse, eine ergonomisch geformte Maus, soll neuen Krankheitsbildern vorbeugen: "Sekretärinnenkrankheit" oder Mausarm nennt man umgangssprachlich eine schmerzhafte Sehnenscheidenentzündung, welcher Leute zu Opfer fallen, die viel am Computer arbeiten.


Die HandshoeMouse ist ergonomisch geformt und ermöglicht eine entspannte Haltung (Foto: D.Amherd/neuerdings.com)

Mit ergonomisch designten Produkten habe ich ja immer etwas Mühe. So würde ich mir zum Beispiel niemals ein Natural Keyboard von Microsoft zulegen, und auch anderen ergonomischen Produkten traue ich nicht so recht über den Weg - vielleicht auch, weil einige einen etwas gar esoterischen Touch haben. Mit der HandshoeMouse wurde nun sogar ich geläutert und musste meine ignorante Sichtweise ablegen.

 

Doch beginnen wir von vorne. Wer oft und für lange Zeit am Computer arbeitet, hat sich sicherlich schon mal über ein Ziehen im Unterarm oder über Schmerzen beklagt. Werden diese Beschwerden schlimmer, kann es sogar zu einem "Mausarm" (offiziell: RSI-Syndrom) kommen. Die Gründe dafür sind vielfältig: falsche Sitzstellung, verkrampftes Festhalten der Maus etc.

Forscher von der Uniklinik der Erasmus Universität in Rotterdam haben sich vor einigen Jahren gedacht, dass man etwas gegen das RSI-Syndrom unternehmen müsste, und haben die Hippus Maus entwickelt. Diese Maus heisst inzwischen "HandshoeMouse" und ist so designt, dass die Hand ganz entspannt darauf zu liegen kommt, ohne dass man die Maus umklammern muss. Dadurch entspannt sich nicht nur die Hand und der Arm, sondern der gesamte Schulterbereich.


Die Hand liegt entspannt auf der Maus auf und die Finger berühren den Schreibtisch nicht (Foto: D.Amherd/neuerdings.com)

Soweit klingt's gar nicht mal so schlecht. Doch wie verhält es sich im Praxistest? Ich durfte zwei Wochen lang mit einer HandshoeMouse arbeiten und muss zugeben, dass zwischen diesem ergonomischen Modell und meiner Logitech MX518 Welten liegen. Dadurch, dass ich letztere immer mit Daumen und kleinem Finger "festgehalten" habe, war ich immer verspannt und fühlte im Handgelenk/Unterarm ein Ziehen. Mit der HandshoeMouse gab es keine solchen Probleme. Die Hand liegt wirklich ganz natürlich auf der Maus auf, was nicht zuletzt auch ein lockeres Klicken ermöglicht.


Mit ihrem ergonomischen Design wirkt die HandshoeMouse wie ein UFO (Foto: Me-First.ch)

Nach einigen Tagen Testbetrieb kann ich die HandshoeMouse nur wärmstens empfehlen. Einzig der Preis schmälert die Freude etwas: CHF179 bzw. ?119 sind dann doch etwas viel Geld. Rechnet man aber zum Preis einer normalen Maus einige Tuben Finalgon sowie die Kosten der Gesundheitsschäden dazu, ist der Preis der HandshoeMouse allenfalls wieder angemessen.

Da wir Menschen nicht alle gleich grosse Hände haben, gibts die HandshoeMouse in drei verschiedenen Grössen sowie in den Farben schwarz, weiss und transparent.

In der Schweiz vertreibt Me-First.ch, ein auf gesundes Arbeiten spezialiserter Händler, die HandshoeMouse. Benutzer aus anderen Ländern können die Maus auch gleich direkt beim Hersteller bestellen. Zur Zeit gibts die Maus nur in einer USB-Variante, gegen Ende Jahr soll jedoch auch eine schnurlose Version erscheinen.

HandshoeMouse

Me-First.ch

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