13.12.11

Halo Waypoint: Smartphone erweitert Spiele-Bildschirm

Halo Waypoint

Mit «Halo Waypoint» für WP7, iOS und Android wird der Gamerbildschirm um taktische Informationen erweitert.

Es sieht aus wie in einem Callcenter, in dem die Lampen defekt sind: Jede Menge Bildschirme und Köpfe mit Headsets und Mikrofon vor dem Mund. Pizzareste liegen herum. Neben dem Klappern der Tastaturen rauschen die PC-Lüfter, sonst Stille. Auf einmal schreit einer laut auf, reißt sich den Hörer vom Kopf und geht wutentbrannt aus dem Raum. Wenig später folgt der Nächste. Doch das ist kein Callcenter, sondern ein Gaming-Tournament. Hier gewinnt der Beste. Meistens. Nicht immer muss man ein geübter Schütze oder ein routinierter Mausdrücker sein, um einen taktischen Vorteil zu genießen. Auch die Ausrüstung macht viel aus. Ein paar Frames hier, eine angepasste Maus dort, und an anderer Stelle eine verbesserte Soundausgabe oder eine veränderte Grafikdarstellung - schon ist der Sieg gesichert. Mit der neuen App «Halo Waypoint» geht der Rüstungswettlauf in eine neue Runde: Das Smartphone wird zum taktischen Berater.

Die Einführung von Makrotasten auf Gamer-Tastaturen war ein Riesenschritt nach vorne, dann kam die Logitech G15-Tastatur mit eigenem Display für Waffen- und Gesundheitsreserven und nun das: Halo Waypoint erweitert den Bildschirm um taktische Informationen - auf jedem beliebigen Smartphone oder Tabletcomputer.Eigens für das Spiel «Halo Reach» entwickelt zeigt die App die momentane Multiplayer-Karte an. Dafür muss nur das Smartphone mit der Spieler-ID verbunden werden. Und da Halo aus den Microsoft Studios stammt, gibt es das nur für Windows Phone 7 Geräte kostenlos. Alle anderen, iOS und Android, zahlen einen kleinen Obolus für das «Tactical Display». Microsoft verspricht einen Abgleich der Position auf der Karte in Echtzeit und will das Angebot weiter ausbauen. Das wird garantiert nicht nur Zukunftsmusik bleiben, denn das stärkt die eigene Marke Windows Phone.

Jetzt am Anfang noch brav alle Smartphones unterstützen und bei Erreichen der kritischen Masse werden die Funktionen auf iPhone und Android-Systemen langsam zurückgeschraubt. Das perfide, geniale oder unglückliche an dieser Entwicklung: Bald sind nicht nur PC oder Konsole im Upgrade-Wahn begriffen, wo es nur noch eine Materialschlacht um die höchsten RAM und Gigahertz-Zahlen geht. Bald muss man auch ein bestimmtes Smartphone sein eigen nennen, um im Game-Tournament eine Chance auf den Gewinn zu haben. Na dann: das Wettrüsten hat begonnen. Mehr Infos demnächst auf der Halo-Website.

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