04.11.13

H2O Pal: Trinkflasche mit iPhone-Anschluss überwacht, wie viel wir trinken

H20 Pal: App-fähige Trinkflasche im bunten Design. Alle Bilder: H2O Pal

Eine bunte Flasche namens H2O Pal misst, wie viel wir täglich trinken, und informiert uns über unsere Ergebnisse und die unserer Freunde auf der dazu passenden iPhone-App. Doch die eigentlich gute Idee ist teuer, lässt eine gute Möglichkeit ungenutzt und schießt bei einem Aspekt etwas über das Ziel hinaus.

H2O Pal: App-fähige Trinkflasche im bunten Design. Alle Bilder: H2O Pal

Einige Liter am Tag sollten es sein, aber wer achtet schon darauf, wie viel er genau trinkt? Oder anders gesagt: Wer hat Lust, den ganzen Tag mit dem Messbecher neben der Wasserleitung zu stehen und abzumessen, wie viel er da einfüllt? Die vernetzte Trinkflasche H2O Pal soll die Lösung sein. Sie will uns dabei helfen, immer genug Wasser zu trinken.

Sensoren am Boden der Flasche messen das Gewicht zum Zeitpunkt des Auffüllens und jedes weitere Mal, wenn die Flasche nach dem Trinken wieder abgesetzt wird. Am Ende des Tages oder auch zwischendurch informiert die über Bluetooth 4.0 verbundene iPhone-App darüber, wie viel wir schon getrunken haben. Sie alarmiert außerdem via Push-Benachrichtigung, wenn wir gemessen an unseren eigenen Zielen zu wenig trinken.

Eigentlich eine gute Idee, bunt und chic designt noch dazu - aber auch teuer. Die Frühbucherrabatte der Kickstarter-Aktion sind bereits vergriffen. Ab nun soll man die Aktion ab 70 US-Dollar für eine intelligente Flasche fördern können. Das ist nicht gerade wenig. In welcher Farbe die Flasche geliefert wird, weiß der Förderer ebenfalls noch nicht. Die wird erst über eine Umfrage bestimmt. Zwei der Gründer stellen das Projekt hier in einem Video vor:

Dafür erhält der Nutzer Zugang zu einer Community. Über die zum Projekt gehörende App und Facebook kann man sich mit seinen Freunden vernetzen und so überwachen, dass jeder genug Flüssigkeit intus hat. Das klingt ein wenig übertrieben, es sei denn, man wolle einen Wettbewerb starten, wer pro Tag am meisten trinken kann. So manch einer könnte ja auf die Idee kommen, nicht nur Wasser dort einzufüllen...

Ein Display täte der Flasche gut

550 ml passen in die Flasche, die 3-Volt-Batterie (kein Akku) soll dank Bluetooth Low Energy mehrere Monate durchhalten. Die Flasche ist ergonomisch geformt und aus Plastik. Griffe aus Silikon sollen dabei helfen, dass sie nicht aus der Hand rutscht. Der Deckel ist aus rostfreiem Stahl. Bislang ist nur die Möglichkeit vorgesehen, die Flasche mit einem iPhone (ab 4S) zu koppeln. Eine App für Android oder andere Systeme ist derzeit noch nicht vorgesehen.

Natürlich ist es wichtig, über den Tag verteilt genug Flüssigkeit zu trinken. Der H2O Pal wandelt hier eindeutig auf dem richtigen Weg. Ob man nun eine Community dafür braucht, um den eigenen Flüssigkeitshaushalt mit den Freunden zu teilen, sei dahingestellt. Was mir persönlich neben einer Android-App allerdings fehlt, ist eine Anzeige auf dem Gerät selbst. Ein kleines Display, das auch ohne Smartphone anzeigt, wie viel wir schon getrunken haben oder wie viel wir noch trinken sollten, hätte ich sinnvoller gefunden. Eindeutiges Ausschlusskriterium allerdings ist für mich der Preis. 70 Dollar plus 20 Dollar Versandkosten für eine Trinkflasche ausgeben? Ganz sicher nicht.

Vielleicht ist das der Grund, warum die Kickstarter-Aktion noch nicht so richtig in Fahrt gekommen ist. Aktuell haben die Förderer erst knapp 7.000 der gewünschten 95.000 US-Dollar in Aussicht gestellt. Bei Erfolg sollen die ersten Flaschen im kommenden Februar verschifft werden, auch ins Ausland.

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