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18.06.15

GravityLight2: Die Schwerkraft als Energiequelle für Beleuchtung

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Der Name sagt eigentlich schon alles. GravitiyLight2 ist die zweite Generation einer Lampe, die die Schwerkraft - Gravitation - als Energiequelle nutzt. Sie soll als Alternative zu gefährlichen Petroleumlampen insbesondere in Afrika dienen und wird in Kenia produziert.

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Die Schwerkraftlampe GravityLight2 ist eine verbesserte Version der ersten Generation, über die wir schon 2012 berichtet haben. Die neue Generation ist Einfacher zu benutzen, liefert helleres Licht und ist robuster. Die grundlegende Funktionsweise ist dabei gleich geblieben. Im Prinzip funktioniert GravityLight2 wie eine Standuhr.

Die Lampe GravityLight2 wird an der Decke oder einem Balken befestigt, daran hängt man ein Gewicht und zieht es in die Höhe, zum Beispiel ein Beutel mit Sand oder Steinen. Das langsam zu Boden sinkende Gewicht generiert dabei genug Energie, um die integrierte LED zum Leuchten zu bringen. Das folgende Video zeigt den Gedanken hinter GravitiyLight2, wie es funktioniert.

Die Petroleumlampen, die häufig in Ländern verwendet werden, in denen es keine vernünftige Stromversorgung gibt, sind aus verschiedenen Gründen nicht die beste Wahl. Zum einen besteht natürlich immer die Gefahr, versehentlich einen Brand auszulösen. Laut den Entwicklern der GravityLight2 erleiden allein in Indien über 1,5 Millionen Menschen jährlich Verbrennungen, hauptsächlich auf Grund umgestoßener Petroleumlampen. Zum anderen ist es auch nicht besonders gesund, die rußigen Dämpfe einzuatmen. Laut Schätzungen sollen 780 Frauen und Kinder Petroleumdämpfe einatmen, die dem Inhalieren von 40 Zigaretten täglich entsprechen. (Mir stellt sich zwar die Frage, wie man zu diesen Zahlen kommt und was eigentlich mit den Männern ist, aber lassen wir das mal beiseite).

Auf jeden Fall ist emissionsfreies Licht wie das der GravityLight2 deutlich besser. Außerdem muss kein Geld ausgegeben werden, um neuen Brennstoff zu kaufen.

Auf IndieGogo sammeln die Entwickler Geld, um eine Serienproduktion in Kenia finanzieren zu können. So werden dort Jobs geschaffen und Fähigkeiten ausgebildet, die dazu beitragen, vor Ort den eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Noch bis zum 28. Juni 2015 läuft die Kampagne auf der Schwarmfinanzierungs-Plattform . Wer umgerechnet rund 64 Euro investiert, trägt dazu bei und erhält wahrscheinlich im Mai 2016 eine GravitiyLight2, die allerdings noch in China gefertigt wurde - schließlich sollen die Unterstützer nicht zu lange auf ihre GravityLight2 warten müssen.

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