Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

06.12.10

Google Nexus S: Gingerbread mit 16GB Speicher

Google Nexus S: Hardware von Samsung, Hummingbird-CPU, 16GB Speicher

Google kündigt das Nexus 2 - pardon: Das "Nexus S" an. Noch ein Google-gebrandetes Mobiltelefon, diesmal kommt's von Samsung. Und es bringt Gingerbread - Android 2.3

Suchmaschinengigant Google erklärt, worum's geht: Das Samsung-Smartphone Nexus S ist das zweite Smartphone, das Google bei einem Hardware-Hersteller in Auftrag gegeben hat, um die "reine Google-Erfahrung" (Pure Google) erfahrbar zu machen.

Das Smartphone kommt mit dem neuen Betriebssystem Gingerbread (Android 2.3), mit 4-Zoll-Bildschirm, 16 GB internem Speicher und NFC-Empfangsmöglichkeit, Front- und Rückseitenkamera und integrierter SIP-Telefonie:

Das Samsung-Smartphone wird ab 16. Dezember ohne Simlock verkauft werden und soll die volle Leistung von Android demonstrieren. Das war schon der Hauptzweck des Nexus One , von dem ich immer angenommen hatte, dass sein Zweck nicht im Einstieg von Google in den Smartphone-Markt bestand, sondern darin, die Hardware-Hersteller zu zwingen, den 1GHz-Snapdragon-Prozessor und auch sonst die schnellste Hardware zu verbauen, die es gibt.

Das Samsung Nexus S bringt neben dem ansehnlichen Speicherplatz einen Cortex A8 Hummingbird-1GHz-Prozessor, der mit dem neuen Betriebssystem zusammen rasend schnell sein soll. Der Kolibri (Hummingbird) hat eine integrierte GPU, die angeblich Grafikanwendungen dreimal schneller macht als beispielsweise der Snapdragon. Der Vergleich von Quake auf einem HTC Desire mit dem Snapdragon und einem Samsung Video macht das deutlich:

<object width="480" height="295"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/dpP5QljEqow?fs=1&amp;hl=en_US" />

<param name="allowFullScreen" value="true" />

<param name="allowscriptaccess" value="always" />

<embed src="http://www.youtube.com/v/dpP5QljEqow?fs=1&amp;hl=en_US" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295" /></object>

Das Nexus S hat ausserdem die Fähigkeit, per Near Field Communication (nicht zu verwechseln mit RFID) zu kommunizieren, was eine Art Bluetooth-Datenübertragung ohne vorangehende Paarung der Geräte sein, aber auch für Zahlungsverkehr, Zutrittskontrollen und das Auslesen von Informationstags genutzt werden kann.

Mich persönlich freut die Ankündigung der SIP-Funktionalität in Gingerbread am meisten. Bisher nutze ich zwar für meine beiden Internet-Telefonanschlüsse die durchaus hervorragende SipDroid-Opensource-Software. Aber schon beim Wifi-Hotspot, den Google in die Version 2.2 von Android eingebaut hat, zeigte sich in gewissen Details eine Überlegenheit gegenüber den Freeware-Versionen für gerootete Android-Smartphones.

Wie viel besser die neue Version ist und was man mit der Frontkamera anfangen kann, wie es mit der Nutzbarkeit des internen Speichers und natürlich mit dem Tempo von Gingerbread auf "alten" Nexus-Telefonen verhält, darüber werde ich hoffentlich bald berichten können. Gemäss den ersten Berichten aus Developer-Kreisen ist Android 2.3 Gingerbread vor allem auf Performance getrimmt, spart Strom, indem es Hintergrund-Applikationen schliesst, wenn Sie nicht mehr benötigt werden, und generelle schneller. An der Benutzeroberfläche soll vor allem das virtuelle Keyboard verbessert worden sein. Neue Tastenform, neue Auswahlmöglichkeiten und Verbesserung der Korrektur von getippten Inhalten sollen die Nutzung angenehmer machen.

Hardwaremässig trumpft das Nexus S mit einem neuen Schlagwort namens "Contour"-Bildschirm auf, einem gekrümmten 480x800-Super-AMOLED, das 75% weniger spiegeln soll als andere Smartphones - wovon auch immer hier die Rede ist. Die rückseitige Kamera leistet 5 Megapixel Auflösung, die frontseitige bietet VGA und Webvideo. Neben den üblichen Telefonie- und Datenverbindungen - Quad-band GSM: 850, 900, 1800, 1900; Tri-band HSPA: 900, 2100, 1700 und HSDPA (7.2Mbps) HSUPA bringt das Nexus S Wi-Fi 802.11 n/b/g und wie gesagt NFC, ausserdem erfreulicherweise einmal mehr den inzwischen als Standard geltenden MicroUSB-Stecker. Fehlt eigentlich nur die USB-Host-Fähigkeit, die beispielsweise das Nokia N8 hat. Der Akku im schlanken Gehäuse allerdings ist mit 1500 mA wohl noch immer ein kandidat für mindestens einmaliges Aufladen pro Gebrauchstag. Aber vielleicht ist der Hummingbird ja sparsamer als der Snapdragon.

Mehr zum Google Nexus S auf der Microsite.

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer