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07.12.09

Google Goggles: Suchen mit Bildern auf Android

Google verleiht Android-Handys einen dritten Sinn: Ab sofort ist die Suche via Fotos möglich.

Suchen auf dem Smartphone war und ist noch immer eine etwas umständliche Sache - denn Suchbegriffe einzutippen ist auf den virtuellen oder mickrigen Tastaturen der Geräte nicht angenehm.

Google hat deshalb bereits die Sprachgesteuerte Suche implementiert: Suchbefehle werden dabei nicht auf dem Telefon, sondern auf dem Server im Google-Rechenzentrum erkannt und ausgeführt, was die Geschichte praktikabel macht. Und jetzt kommt Google Goggles: Die Suche anhand von Bildern.

Im Video erklären zwei Google-Mitarbeiter Google Goggles. Es handelt sich ganz einfach um eine weitere Mensch-Maschine-Schnittstelle: Statt dem Smartphone, respektive Google via Tastatur oder Spracheingabe zu erklären, wonach man sucht, macht man ein Bild davon und übergibt es der Suchmaschine.

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Damit ist auch gleich klar, für welche Arten von Suche Googles (direkt übersetzt: "Taucherbrille") geeignet ist - nämlich zur Identifizierung von Dingen wie Büchern, Gemälden, Gebäuden. Sprich, der Suchgegenstand liegt bereits vor, aber nicht die Information dazu.

Google Goggles funktioniere noch nicht besonders gut mit Tieren, Menschen und Pflanzen. Dafür beherrscht die Android-Anwendung bereits eine weitere Kombination von Eingaben: Wenn der Benutzer Auskunft über eine bestimmte Adresse haben möchte, muss er kein Bild von dem Gebäude aufnehmen, sondern lediglich in der Anwendung Google Goggles die Kamera auf das Gebäude richten. Mittels GPS und Kompass ermittelt das Telefon die Adresse und schickt die Anfrage an Google.

Die Technologie an sich ist nicht völlig neu. Firmen wie das Schweizer Startup Kooaba haben längst angefangen, mit Bild-Datenbanken und optischen Erkennungssystemen Informationsdienstleistungen zu entwickeln, die beispielsweise für Preisabfragen geeignet sind.

Aber was unsereiner im Supermarkt ganz praktisch finden dürfte - richte das Handy auf eine Flasche Wein, und es sagt Dir sogleich, wo im Umkreis von 500 Metern die gleiche Flasche für weniger Geld zu haben ist - wird es im Alltag und bei Adressen, ganz zu schweigen von Personen, ein bisschen unheimlich: Der Typ, der angeblich in der Disco ein Bild von Dir macht, hat grade Deine Adresse ergoogelt und macht sich jetzt auf den Weg...

Für die Datenschützer dürfte diese Anwendung neues Futter bedeuten. Allerdings versichert Google, dass die Anwender frei entscheiden, ob sie die Bildersuche als Verlauf speichern oder die zu Google hochgeladenen Bilder sofort löschen möchten.

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