03.02.11

Google Android: Honeycomb bringt Datenverschlüsselung

Android Honeycomb Startbildschirm (Bild: Motorola)

Google hat gestern die neue Android 3.0-Version offiziell vorgestellt. Vieles war schon bekannt, aber zwei Überraschungen gab es doch.

Als im letzten Herbst durchsickerte, dass Google seine Android 3.0-Version verschieben würde und stattdessen eine leicht verbesserte 2.3-Version auf den Markt bringt, war das Rätselraten groß. Warum sollte Google seine lang erwartete, deutlich aufgebohrte Android-Version verschieben wollen? Die Antwort lautet: Tablets. Offenbar hatte man nach dem großen Erfolg des iPads und nach Anfragen von Herstellern beschlossen, sich noch einmal komplett neu an das Betriebssystem zu setzen. Offensichtlich hat sich die Mehrarbeit gelohnt.

Als erstes fällt auf, dass man die Benutzeroberfläche komplett verändert hat. Das größere Display gibt den Designer mehr Möglichkeiten, die sie auch genutzt haben. Es bleibt aber bei den kleinen quadratischen Desktop-Shortcuts, die man seit Jahren kennt. Neu ist aber, dass das Multitasking etwas aufgehübscht wurde. So sieht man jetzt auch das aktuelle Fenster der geöffneten Programme.

Besser ist nun auch das Benachrichtigungssystem. Wie beim iOS4 gibt es jetzt eine Push-Funktion, die den Nutzer immer an neu eingelaufene Mails erinnert, auch wenn er in einem anderen Programm steckt. Das passiert dann mittels eines Warntons.

Das man nicht nur mit einem Auge darauf geschaut hat, was Apple so macht, sieht man der Google-Version von «Facetime». Über Google Talk kann man so per WLAN und mittels der eingebauten Kamera mit jemandem einen Videochat starten.

Erneuert wurden auch die grafischen Darstellungen (UI) einiger Programme, aber auch hier hat das sicher viel mit den großen Displays der Tablets zu tun. Immerhin kann man in der Mailapplikation nun auch ganze Konversationen ansehen.

Wichtiger ist für viele die Ankündigung, dass Android 3.0 eine eingebaute Verschlüsselung für die Daten hat. Hat man ein sicheres Passwort gewählt, bleiben alle Daten so lange in einer nicht näher genannten Verschlüsselung gesichert, bis man sie freischaltet. So soll vor allem bei einem Verlust des Tablets die Datensicherheit gewährleistet werden.

Am Schluss noch der Hinweis auf die neue Webversion des Android Markets. Der ist endlich so vernünftig gestaltet, dass man aus ihm direkt Applikationen auf sein Handy downloaden kann. Ein kleiner Test zeigte, dass das wirklich extrem einfach geht. Einloggen, gewünschte App aussuchen und Download starten. Per Push startet der Download und die Installation dann auch direkt auf dem Handy, ohne dass man das Telefon mit dem Rechner verbinden muss. Das geht sowohl per WLAN als auch per UMTS, wobei man hier seinen Datenverbrauch im Blick haben sollte.

Zu guter Letzt noch der Link zur Präsentation auf You Tube, leider kann man das Video nicht einbetten.

 

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