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30.08.12

GN Netcom Jabra Solemate im Test: Kleines Packmaß, großer Sound

Die Jabra „Solemate” des Herstellers GN Netcom überzeugt mit gutem Klang, langer Akkulaufzeit und großem Coolness-Faktor. Hier bereits ein erster Test dieser Soundbox.

Sommer, Sonne, Strand - was fehlt? Genau, die richtige Beschallung. Dabei sprechen wir nicht von so einem Plärrgeist, der irgendwelchen Lärm aus einem Smartphone herauspresst. Am Strand muss es schon etwas sein, das optisch und klanglich etwas her macht. GN Netcom wagt sich mit der „Solemate” in dieses neue Terrain hinein und landet gleich einen Volltreffer: wuchtige Bässe, laute Musik und ein ansprechendes Design vereint in einer Bluetooth-Lautsprecherbox für unterwegs.

 

Design

Der Name ist Programm, denn „Solemate” klingt nicht nur verdächtig nach „Soulmate”, also Seelenverwandtem, das Wortspiel spielt auch auf die „Sole”, zu Deutsch „Sohle” an: irgendwie ähnelt die Boombox einem Stiefel aus der Dr.-Martens-Reihe - nur dass es die Solemate auch in weiß gibt. An der Unterseite hat er eine griffige Sohle, die bei Erschütterungen ein Verrutschen verhindert. Im Profil versteckt gibt es ein 3,5 mm-Klinkenverbindungskabel für den Kopfhörerausgang des ihn mit Musik versorgenden Geräts (Smartphone, Mediaplayer...). Die Ziernähte um den Gummi laufen nach links in eine Lasche aus - ideal um an einer Türklinke oder einem Ast aufgehängt zu werden. Rechts erreicht man die Bedienelemente: mechanischer Einschalter, einen Klinkeneingang und ein microUSB-Ladeport.

Zwei kleine LEDs geben Auskunft über den Ladezustand und die Bluetooth-Verbindung. Oben auf der Box verändert man die Lautstärke und kann sich über eine Sprachansage ansagen lassen, wie viel "Saft" noch übrig ist. So „hipp” sich das Äußere präsentiert, so cool geht es wohl auch im Inneren zu - beim Einschalten wummert das ganz Gehäuse, bei Kopplungsversuchen erklingt ein kurzer Jingle und gleichzeitig manövriert mich eine coole Heldenstimme durch die notwendigen Schritte. Auch bei jeder anderen Änderung rapportiert der mutmaßlich breitschultrige, markant männlich gebaute Mann aus dem schwarzen Kistchen. Wer mit so einem Teil in der Szene erscheint, ist der King.

Klangqualität

GN Netcom hat Erfahrung mit Audio und Bluetooth, das merkt man bei der Jabra Solemate sofort. Der Klang ist kräftig, mit einem breiten Bassfundament und einer klaren Betonung im mittleren und unteren Frequenzbereich. Nicht größer als eine 500 mL Flasche schaut man verdutzt, wenn das Gerät aufspielt. Der Bass hämmert richtiggehend und läßt das Gehäuse erschüttern, ohne zu übersteuern oder zu scheppern. Es ist ein wohlgefälliger Klang, der auch im heimischen Wohnzimmer durchaus zu gefallen weiß, allerdings würde ich am Abspielgerät die Klangverbesserung für mehr Stereogefühl aktivieren. Die Lautstärke geht in Ordnung, richtet sich jedoch nach der Quelle und kann je nach Gerät und Musikstück auch „nur” laut sein.

Auch Telefonate sind mit der Jabra Solemate möglich, hier gibt es allerdings keine nennenswerten Vorzüge gegenüber billigeren Produkten. Das 100 Euro billigere Gear4 StreetParty Wireless liefert die gleiche Telefonqualität.

Fazit

GN Netcom ist ein hervorragendes Stück Technik gelungen, das klanglich und optisch überzeugt und auch den richtigen Coolness-Faktor für die jüngere Generation bietet. So verlockend das Jabra Solemate aber auch sein mag, spätestens beim Preis schwankt der potentielle Käufer und überlegt nochmals ganz genau, ob er stolze 179 Euro ausgeben will. Wer es jedoch wagt, wird mit seinem neuen Freund mehr als zufrieden sein.

UPDATE: Mittlerweile gibt es die Solemate schon für 130 Euro, das ist zwar immer noch etwas viel, aber Qualität hat ihren Preis und scheint mir gerechtfertigt.

Mehr Informationen gibt es direkt auf der Jabra-Homepage. Hier noch ein Video, in dem das Gerät vorgestellt wird.

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