22.09.11

GetDigital Ausschalter, Pirate Remote, Remote Blocker im Test: Drei Fernbedienungen, sie alle zu knechten

GetDigital Guerilla-Fernbedienungen (alle Fotos: thj)

GetDigital bietet mehrere Fernbedienungen an, die vor allem einem Zweck dienen: die Hoheit über die Geräte im Wohnzimmer und anderswo zurück zu erobern. Die Anwendung will geübt sein.

Egal ob privat oder in der Öffentlichkeit, überall dudelt irgend ein Gerät. Besonders unangenehm finde ich Fernseher, die im Lokal oder Café an der Wand oder Decke hängen. Über Handy-Telefonate mokiert man sich da gerne schon mal, doch die Beschallung mit dem Fernsehprogramm, womöglich noch aus einer alten Flimmerkiste, findet keinen Widerspruch, kann einen auf Dauer allerdings schon nerven.

Flimmern in den Augenwinkeln oder die Beschallung geht nämlich so auf die Nerven, dass man es - sofern erst einmal als störend empfunden - nicht so einfach «ausblenden» kann. Getdigital bietet hier mehrstufige Abhilfe mit Fernbedienungen, die für alle Geräte funktionieren und entweder nur die Kiste ausstellen oder die Hoheit darüber übernehmen. Wir haben uns die Guerilla-Befehlsgeber angeschaut.

Die einfachste Methode ist natürlich, die Kiste zum Schweigen zu bringen. Hierfür dient der TV-Ausschalter für EUR 14,90. Man hält ihn in Reichweite des zu deaktivierenden Gerätes und drückt so lange, bis das Gerät tatsächlich aus geht. Der Geber findet den Code bei bekannten Marken (z.B. Samsung) relativ zügig.

Wenn Sie irgendwo sitzen und prinzipiell nichts gegen Unterhaltung haben, Ihnen aber im konkreten Fall das Programm auf den Geist geht oder das Gerät zu laut oder leise ist, greifen Sie zur Pirate Remote (EUR 14,90). Mich nerven beispielsweise immer die Nachrichtensender, die auf den Flughäfen laufen. Hier kann man auf einen anderen Kanal switchen oder den Ton lauter drehen (wenn tatsächlich mal was kommt, was einen interessiert).

Die Handhabung ist hier etwas komplizierter. Man muss nämlich erst einmal den richtigen Code finden. Hierzu drückt man einen Knopf, und wenn der Ton leiser wird, lässt man ihn wieder los. Dann weiss die Piraten-Fernbedienung, welche Codierung zu benutzen ist. Schon kann man das «gekaperte» Gerät befehligen. Die ganze Aktion sollte man zumindest schon mal vorher geübt haben, denn man muss ja erst ein paar Knöpfe drücken und probieren sowie das TV-Gerät auch genau im Auge bzw. Ohr behalten, um erfolgreich zu sein.

Dritter im Bunde ist der Fernbedienungsblocker (EUR 14,95). Er kommt immer dann zum Einsatz, wenn zum Beispiel ein Mitgucker durch dauerndes Zappen nervt, oder andere unerwünschte Einstellungen am TV vornimmt. Damit der Blocker funktioniert, muss man in der Nähe des Gerätes stehen oder sitzen, das blockiert werden soll. Dann muss man mit dem Blocker auf das Gerät zielen und den roten Knopf gedrückt halten, solange die Blockade dauern soll. Das hat bei uns nicht immer gleich gut funktioniert. Ab und an blockerresistent zeigten sich vor allem Settop-Boxen oder Raumklang-Receiver.

Fazit: für einen Gag oder gegen nervende Geräte sind die drei «Guerilla-Fernbedienungen» ganz gut, doch allzu viel sollte man sich nicht davon erwarten. Vorsicht: Zumindest die Ausschalt-Fernbedienung ist ja nicht mehr unbekannt, so dass schon bald jemand auf die Suche gehen könnte, wenn der Fernseher verstummt. Die Piraten-Fernbedienung dagegen können Sie meist so einsetzen, dass sie zwar nicht unbemerkt bleibt, aber niemand einen Guerilla-Fernbediener vermuten würde.

Grundsätzlich wäre ich vorsichtig und würde die Ausschalt-Fernbedienung beispielsweise nur in einem Lokal versuchen. Denn wenn bei Saturn plötzlich die Batterien an Flachbildgeräten verstummen, wird man nachher wegen Terroralarm das Einkaufszentrum nicht mehr verlassen können, und das gleiche könnte auf dem Flughafen passieren, wenn plötzlich statt Angela Merkel der Kinderkanal losplärrt. Und so einen Strip Search ist dann die ganze Sache sicher nicht wert.

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