Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

21.10.15

Gebrauchte Bücher online verkaufen im Test: Bonavendi - das Vergleichsportal 2/3

Ok, wir wollen also gebrauchte Bücher online verkaufen. Doch wo? Wer zahlt denn nun gerade für die Bücher, die wir haben, einen akzeptablen Preis? Und wie lange dauert es, die Daten von 137 Bücher einzugeben?

Das kann man auf einschlägigen Gebrauchtbuchankaufsportalen ausprobieren. Einfach mal 10 Bücher auf 20 Portalen eingeben. Äh ja, nicht wirklich einfach, denn das sind dann ja schon 200 Bücher. Mit ISBN - inzwischen 13-stellig - oder Titel und Autor. Das dauert.

Doch das ist nicht nötig. Es gibt Buchankaufsvergleichsportale. Und es gibt sogar Apps für Smartphones für diese. Wozu das gut ist? Na die Kamera des Smartphones kann den Barcode, der die ISBN-Nummer des Buchs enthält, direkt einscannen. Dann muss man nichts mehr abtippen, sofern das Buch nicht zu alt ist und ISBN und Barcode hat.

Bonavendi machte auf mich den besten Eindruck - "Wer zahlt mehr" als Alternative hatte beim ersten Test 2013 ziemliche Verbindungsprobleme. Über 40 Buchankaufsportale sind bei Bonavendi im Verzeichnis, wobei man neben Büchern auch andere Dinge wie Spiele oder DVDs verkaufen kann und auch gebrauchte Bücher kaufen kann - auch dann wird verglichen, wo der Preis am günstigsten ist.

Der praktische Ablauf: Erstmal alle Bücher, die verkauft werden sollen, einscannen. Dabei nimmt Bonavendi sofort zu allen Portalen Kontakt auf und zeigt einem nach einer Weile an, wo der erzielbare Preis am besten ist, oder ob man für das Buch doch keinen Abnehmer findet und es besser dem Altpapier zuführt.

Danach kann man den am Smartphone aufgebauten Warenkorb am PC aufrufen, so man sich einen Account angelegt hat. Tückisch dabei allerdings, dass Bonavendi Passwörter vergibt, die in der in den Mails von Bonavendi verwendeten Schriftart den Buchstaben l und die Ziffer 1 gleich darstellen - zumindest am Smartphone ist Copy & Paste ja oft kompliziert und man tippt das Passwort lieber ein bzw. ab.

Am PC im Browser kann man nun genau festlegen, welche Händler man tatsächlich nutzen will. Es hat ja keinen Zweck, jedem Händler drei Bücher zuzuschicken - es gibt eigentlich immer einen Mindestwert von 10 oder 20 Euro, unter dem der Händler entweder gar keine Bücher annimmt oder zumindest das Porto nicht übernimmt. Es empfiehlt sich daher nach einem ersten Probelauf, der einem zeigt, wo es überhaupt etwas zu holen gibt, die Händler auf 4 oder 5 zu reduzieren, sodass die Bücher pro Händler vernünftige Mengen erreichen. Natürlich sinkt dabei der mögliche Gesamtzverdienst, aber auch der Aufwand.

So elegant Bonavendi bis hierher arbeitet, wird es an dieser Stelle nun doch umständlich: Nur bei wenigen Händlern wie Momox können die Daten von Bonavendi direkt überspielt werden. Bei allen anderen ist über ein Popup-Fenster Copy & Paste angesagt. Und bei denen, wo die direkte Übernahme funktioniert, ist es dafür danach umso umständlicher, die verkauften Bücher wieder aus dem Warenkorb zu bekommen, damit sie bei einem späteren Durchlauf mit weiteren Büchern nicht versehentlich nochmal angeboten werden.

Bonavendi lebt übrigens von den Werbeprovisionen der einzelnen Händler, man sollte sich also auch wirklich von Bonavendi aus dort einloggen.

2013 klappte bei Bonavendi alles wie am Schnürchen, 2015 hatte die Website dagegen öfters Downtimes. Die gescannten Bücher gingend abei aber glücklicherweise nicht verloren.

Wie schnitten nun die einzelnen Buchanbieter im Vergleichstest ab? Das steht in Teil III

Schlagworte zu diesem Artikel

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer