19.03.07

Garmin-Handynavigationssysteme in allen Kombinationen

Nokia N73 Garmin

Der Navigations-Spezialist Garmin (bekannt vom Navi mit dem seltsamen Namen "nüvi") laucht zur CeBIT Navigationssysteme fürs Handy. Dabei gibt es verschiedene Funktionsweisen, wo Software und Hardware installiert sind (im Gerät, in einem Zusatzgerät, im Netz). Für den guten Überblick kann man bei Garmin praktischerweise in einer Reihe fast alle Kombinationen sehen.

Beim Nokia N73 ist die Software lokal auf dem Handy installiert (auf einer Speicherkarte), der GPS-Empfänger ist extern (siehe unten). "Garmin Mobile 10" liefert die Software, den Halter und den GPS-Empfänger.

Nokia N73 Garmin

Nokia N73 mit Garmin Mobile 10

Beim Nokia N93 ist ebenfalls die Software auf dem Gerät installiert, aber der GPS-Empfänger ist bei "Garmin Mobile 20" in der Halterung eingebaut. Geschickt, denn man spart sich ein herumfliegendes Gerät.

Nokia N93 mit Garmin Mobile 20

Dasselbe beim HTC S620 (mit Betriebssystem Windows Mobile): Software lokal installiert, GPS-Empfänger von Garmin in der Halterung.

HTC S620 mit Garmin Mobile 20

Beim Blackberry 8800 ist der GPS-Empfänger im Handy eingebaut, aber die Navigations-Software läuft nicht lokal, sondern im Netz - das Gerät übernimmt nur die Darstellung (wie auch bei Google Maps). Garmin liefert hier nur den Halter und tritt mit der Software "Garmin Mobile OBN" (= "off board navigation") als Serviceprovider auf.

Blackberry 8800 mit Garmin Mobile

Schliesslich der Vollständigkeit noch ein hp-Laptop mit Garmin-Navi - wenn jemand einen Beifahrer hat, der den gern bis in die Toscana auf dem Schoss hält:

 

In dieser Liste fehlt also nur noch ein Handy mit GPS-Empfänger und Software onboard, das dann funktioniert wie die kleinen Navi-zum-Mitnehmen-Boxen wie der tomtom-Navigator oder eben das "nüvi" von Garmin. Den eingebauten GPS-Empfänger wird das Nokia N95 bieten, das für die unmittelbare Zukunft angekündigt ist.

Und dann gibt es natürlich noch Handys mit mitgelieferter Navi-Software wie das E61 (siehe neuerdings-Testbericht ). Oder die mobile Version von Google Maps, die heute schon auch ohne GPS recht gut funktioniert (wenn man zu Fuss unterwegs ist, muss man einfach "next" drücken, wenn man die Strassenecke erreicht hat).

Auf meine Frage, ob der Trend in Zukunft eher zu "onboard" oder zu "offboard" gehe, tendiert der Garmin-Mitarbeiter zu offboard, d.h. netzbasiert. Ich bin nicht so sicher, weil die Leute nun mal Flat Fees lieben, und die Konkurrenz ist der tomtom-Klon von medion aus dem Aldi, der ständig billiger wird. Wenn man dagegen bei jeder Nutzung eine Lizenzgebühr und den GPRS-Traffic zahlt und sich somit jedes Mal entscheiden muss, ob man nun das Navi einschalten will oder doch lieber erstmal wie früher suchen, ist das Prinzip dahin, dass man sich um den Weg keine Sorgen mehr machen muss.

Tags: CeBIT , Cebit2007 , Navigationssysteme , Garmin , Garmin 10 , Garmin 10 , OBN

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