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03.09.15

GameKid: Nostalgische Handheld-Konsole mit Raspberry Pi-Innenleben

Ein Gameboy? Fast. (Foto: Kickstarter)

Ist das ein Gameboy? Nein, denn im GameKid steckt ein Raspberry Pi. Zum Spielen nostalgischer Games ist aber auch diese Konsole gedacht.

Ein Gameboy? Fast. (Foto: Kickstarter)

Die Idee für GameKid stammt von Calvin Goble und Alix Stolzer, die das Ziel verfolgten, eine tragbare Konsole im Stil des guten, alten Gameboy von Nintendo zu erschaffen.

 

Retro

GameKid setzt im Grunde auf aktuell beliebte Elemente: Im Inneren befindet sich ein beliebiger Raspberry Pi (jedes aktuelle Modell), das Gehäuse stammt wiederum aus dem 3D-Drucker. Hinzu gesellen sich ein 2500 mAh starker Akku, Stereo-Lautsprecher, Kopfhörer-Ausgang, erreichbare HDMI- und USB- Ports. Einiges davon bringt der Raspberry Pi ohnehin mit, auch beim Betriebssystem entschieden sich die Schöpfer für die RetroPie-Distribution. Die Software enthält von Haus aus diverse Emulatoren, mit denen man zig Spielkonsolen „abbilden“ kann – vom Gameboy bis hin zum SNES oder MegaDrive. Entsprechende ROMs vorausgesetzt, wird GameKid also so zu einer flexiblen Handheld-Maschine zum Verwenden zahlloser Spieleklassiker.

Praktisch: Trotz des Designs, das sich am Gameboy anlehnt, erhält man genügend Buttons – vier Aktionsknöpfe auf der Vorderseite, zwei Trigger auf der Rückseite. Ein Steuerkreuz und Start/Select müssen genügen, Analogsticks gibt’s nicht.

Wirklich nötig?

Was mich etwas verwundert: Die Idee vom GameKid ist alles andere als neu. Mittlerweile existieren sehr viele Projekte, die dank Instructables und Co. zum Nachbauen einladen. Der Pi-Boy, PiGRRL oder PiStation Portable (und viele weitere) gehen in eine ähnliche Richtung, setzen allerdings mehr Bastelaufwand und einen 3D-Drucker voraus. Wem das zu komplex ist, könnte dagegen beim GameKid fündig werden: Hier bekommt ihr ab 100 US-Dollar (rund 85 Euro) die fertige Handheld-Konsole, in die ihr nur einen Raspberry Pi (2) mit SD-Speicherkarte einfügt. Schon kann der Nostalgie-Spaß beginnen. Wer mehr Geld ausgeben möchte, kann sich auch „limitierte“ Ausgaben für 300 US-Dollar sichern.

Erstaunlich: Obwohl es zahllose DIY-Anleitungen im Netz gibt, konnten die Macher bei Kickstarter ihr Finanzierungsziel innerhalb von nur fünf Tagen erreichen. Schade nur, dass sie regulär nicht nach Deutschland liefern wollen. Bei Interesse solltet ihr mal nachhaken, eventuell überdenken sie ihre Entscheidung ja noch einmal?

Weitere Details gibt’s bei Kickstarter und auf der extra eingerichteten Webseite.

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