09.04.14

Gamebuino: Retro-Handheldkonsole auf Arduino-Basis

Der finale Gamebuino hat ein durchsichtiges Case.

Der „Gamebuino“ klingt nicht nur dem Namen nach verdächtig nach „Gameboy“, er sieht auch ganz ähnlich aus, funktioniert aber auf Basis von Arduino und richtet sich vor allem an solche Interessenten, die gern selbst Spiele entwickeln wollen. Das soll auf der Handheldkonsole im 8-Bit-Retrostyle nämlich ganz einfach sein.

 

Eigentlich hatte der Franzose Aurélien Rodot nur für sich selbst eine Handheld-Spielkonsole gebaut, die ihren klassischen Vorbildern à la Gameboy nachempfunden war. Es war ein Wochenendprojekt ohne weitere Ambitionen. Er bekam allerdings viele Rückfragen dazu von Leuten, die es nachbauen wollten und dabei Schwierigkeiten hatten. So kam er schließlich darauf, die Idee noch zu verbessern und ein Crowdfunding-Projekt daraus zu machen – der „Gamebuino“ war geboren. Das ist nun inzwischen online und für ein solches Nischenprojekt ziemlich erfolgreich: Über 13.000 Euro sind bereits zusammengekommen, weit mehr als die erhofften 3.141 Euro. Auch das erweiterte Ziel von 6.666 Euro wurde überschritten, weshalb nun jeder Gamebuino mit einer SD-Karte kommt. Thereotisch könne man von der sogar einen Film auf dem Schwarz-Weiß-Display des Gamebuino abspielen, erklärt Aurélien Rodot. Wobei man diese Idee nicht zu ernst nehmen sollte...

Bei alldem ist der Gamebuino selbst kein Bastelprojekt, denn er kommt bereits vollständig zusammengebaut bei den Unterstützern an. Aber sein Bauplan ist ganz im Sinne von Open-Source-Hardware offengelegt und man soll ihn bei Bedarf entsprechend erweitern und verändern können. Schon von Haus aus lässt er sich via Modul beispielsweise um einen Beschleunigungssensor oder um eine Drahtlosverbindung ergänzen. Interessanterweise lassen sich auch mehrere Gamebuinos miteinander verbinden, so dass man gegeneinander spielen kann.

In der Hauptsache geht es Aurélien Rodot aber darum, eine Plattform für angehende Spiele-Entwickler zu schaffen und generell für all jene, die schlichtweg gern wissen möchten, wie so etwas eigentlich funktioniert. Mit nur geringen Programmierkenntnissen soll man im Handumdrehen eigene Spiele umsetzen können. Auf der eigenen Website gamebuino.com finden sich dazu die notwendigen Informationen sowie ein Forum. Interessant ist es dabei auch, die Entwicklung des Gamebuino zu verfolgen: Im Blog geht es hauptsächlich um den Weg bis zur Indiegogo-Kampagne und auf Indiegogo selbst hält er seine Unterstützer ebenfalls über Neuerungen und Verbesserungen auf dem Laufenden.

Mit dem Gamebuino wird man darüber hinaus kein Vermögen los: Gerade einmal 35 Euro kostet er und der internationale Versand ist hier bereits enthalten. Wie Aurélien Rodot erklärt, macht er damit keinen Cent Gewinn. Die Crowdfunding-Aktion läuft noch bis zum 28. April.

Weitere Informationen findet ihr auf der Gamebuino-Seite auf Indiegogo . Gefunden haben wir ihn bei Technabob.

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