02.01.11

Meine Gadgets 2010: Milestone, MSI und Fuji

Motorola Milestone 2 - Android Handy des Jahres 2010 (Bild: Motorola)

Die neuerdings.com-Blogger ziehen Gadget-Bilanz. Heute: Drei Geräte haben Don Dahlmann im letzten Jahr das Leben besonders oft erleichtert - ein Smartphone, ein Netbook und eine Kamera.

Android und die dazu gehörigen Handys fand ich bis Ende letzten Jahres allerhöchstens nett. Durchaus praktisch, aber auch etwas für Nerds. Das Handling des Betriebsystems war etwas sperrig, der Akkuverbrauch im Bereich der Lächerlichkeit. Doch dann tauchte das Milestone auf - und alles war plötzlich anders. Kein Plaste-Elaste Handy, sondern ein stabiler Rahmen aus Aluminium. Ein wirklich großes Display. Ein Akku, der zumindest zu Beginn mehr als einen Tag durchhielt. Ein schneller Prozessor und vor allem: eine richtige Tastatur wie beim mittlerweile schon fast legendären G1.

In dem Moment, in dem ich das Milestone in der Hand gehalten habe, war mir klar, dass es die Android-Welt für mich ändert. Das Palm Pre, das ich vorher seit einigen Wochen als meinen Begleiter auserkoren hatte, hatte zwar immer noch die bessere Software, aber verglichen mit dem massiven Milestone wirkte das Pre wie ein billiges Smartphone.

Wie üblich, bin ich auch mit Milestone nicht gerade zärtlich umgegangen. Ein paar Mal ist es hingefallen, durchs Auto gerutscht oder landete in der Hosentasche, in dem sich schon das Schlüsselbund befand. Das Milestone nahm alles gelassen hin, ein paar Kratzer an einer Kante waren die einzigen sichtbaren Folgen.

Natürlich hatte das Milestone auch ein paar negative Seiten. Die Leistung des Akkus ließ nach einem halben Jahr rapide nach, der geringe Arbeitsspeicher sorgte für einiges Kopfzerbrechen und die schleppenden Android-Updates von Motorola waren und sind mehr als ein kleines Ärgernis.

Mittlerweile bin ich, nach vielen Tests, beim neuen Milestone 2 mit Android 2.2 gelandet. Die neue Version hat einen 1GHz Prozessor, mehr Speicher und eine übersichtlichere Tastatur. Insgesamt ist es meiner Meinung nach das zur Zeit beste Android-Handy, dass es auf dem Markt gibt, wobei das Samsung Galaxy S und einige HTC Modelle sicher nicht weit dahinter liegen.

2. MSI Wind U160

Netbooks sind im Prinzip alle gleich. Zumindest noch im Jahr 2010, denn 2011 kommt mit den Dual-Core Prozessoren, die teilweise über eine integrierte Grafikkarte verfügen, eine neue Klasse auf den Markt. Doch in diesem Jahr mühten sich noch die Single-Core CPUs in den meisten Netbooks ab, und die Geschwindigkeitsunterschiede hielten sich in engen Grenzen. Auch bei der Ausstattung gab es kaum Bereiche, in denen sich die Geräte von einander absetzen konnten, also ist der Kauf eine Frage des Geschmacks und der Qualität. Mein im März gekauftes Asus Eee nervte mit einer klapprigen Tastatur und einem Display, dass sich nach wenigen Wochen verabschiedete. Ein MSI Wind U160 kreuzte dann meinen Weg und wurde im Laufe des Jahres zu meinem Lieblingsrechner.

Zum einen ist es hervorragend verarbeitet.

Die Chicklet-Tastatur lässt sich auch mit großen Fingern sauber bedienen, die Zusatz "Fn-Tasten" sind sehr gut angeordnet. Das Display hat wie die meisten Netbooks mit 1024 x 600 Pixel eine zu geringe Auflösung, daran muss man sich einfach gewöhnen. Der N460 Atom arbeitet recht flott, allerdings bremsen die 1GB RAM den Rechner dann wieder ein. Der Einbau eines zweiten 1GB Riegel sorgte für etwas mehr Speed.

Sehr gut ist die Akkuleistung. Nutzt man die "Eco-Taste" gibt die Akku-Anzeige knapp 10 Stunden an. So ganz stimmt das nicht, aber acht Stunden sind locker drin. Im Urlaub, wo ich den Rechner nur Abends mal für kurze Zeit an hatte, hielt das Netbook mehr als eine Woche durch.

Beeindruckt hat mich die Robustheit des Rechner. Mal in einer Tasche, mal in einem Rucksack mit anderen Dingen - die Oberfläche zeigte nicht einen Kratzer. Das Netbook ist leicht und der etwas hervorstehende Akku eignet sich gut, um ihn zu transportieren.

Und so entwickelte sich das MSI schnell zu meinem Lieblingsrechner. Wenn ich nicht wirklich viel unterwegs arbeiten musste, blieb das 16-Zoll-Vaio zu Hause.

3. Fuji Finepix F60 fd

Eigentlich ein Gadget aus dem letzten Jahr, aber 2010 war die Kamera im Dauereinsatz. Weil ich nicht immer meine Olympus E-520 mit rum schleppen wollte, hatte ich relativ spontan die Fuji erworben. Entscheidend für den Kauf war, dass die Kamera mit knapp 180 Euro recht günstig schien und man im manuellen Modus relativ weit in die Belichtung eingreifen kann. Nachdem ich die ISO-Zahl auf 400 begrenzt hatte, konnten sich die Bilder auch sehen lassen.

Was mir an der Kamera gefällt, ist ihre Robustheit. Hingefallen ist sie mir nicht, aber in diversen Taschen musste sie doch einiges aushalten. Bisher habe ich weder Kratzer auf dem recht guten Display, noch sonst wo gefunden. Die Bedienung ist zu dem angenehm simpel, der Zoom recht brauchbar und der Akku hält eine kleine Ewigkeit, Im Urlaub hielt er knapp 400 Fotos durch, ansonsten lade ich ihn vielleicht einmal im Monat auf. Es ist die perfekte Kamera für den Rucksack oder das Handschuhfach. Sicher, eine Canon G11 macht bessere Fotos, aber dafür kostet sie auch dementsprechend. Da ich für "richtige" Fotos auf die Olympus zurückgreife, ist die Fuji für mich die ideale Zweitkamera.

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