08.02.07

Fring: Skype und Google Talk für Symbian-Handies

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Wer mit Skype auch mobil telefonieren will, musste sich bisher ein Windows-Mobile-Gerät kaufen. Die zahlreichen User von Symbian-basierten Mobiltelefonen warten immer noch ungeduldig darauf, dass Skype endlich mal eine Version der VoIP-Software für diese Plattform herausbringt.

Das israelische Startup Fring kommt Skype nun zuvor und legt gleich noch eins drauf: Mit der Software von Fring kann man nämlich nicht nur Skype unterwegs nutzen, sondern auch das Konkurrenzsystem Google Talk. Das spart nicht nur potentiell Telefonkosten, sondern ermöglicht es dem User auch, in diesen Netzen immer sichtbar zu sein -- sofern man das will, natürlich.

 

Der Hauptscreen von Fring ist sofort klar verständlich: Die "anwesenden" Kontakte auf Skype, GTalk und Frings eigenem Netz werden mit einem grünen Icon angezeigt, derzeit nicht erreichbare User sind grau dargestellt. Frings Benutzeroberfläche passt sich vollständig der üblichen Symian-Benutzerführung an, und somit ist die Bedienung auch problemlos erlernbar. Ein Kontakt wird einfach angeklickt, und schon geht der Ruf über das jeweilige VoIP-Netz raus.

 

Auch chatten kann man mit Fring problemlos, und das dürfte in vielen Fällen sogar die wichtigere Anwendung sein. Besitzer eines Handies mit alphanumerischer Tastatur sind dabei natürlich im Vorteil.

Im Moment läuft Fring offiziell nur auf Nokia-Telefonen der neueren Generation, aber wer experimentieren will, kann sich die Software auch auf anderen Series-60-Geräten installieren. Die Installation geht schnell und einfach per Direktdownload über das Telefon vonstatten.

Fring funktioniert sowohl über eine WiFi-Verbindung wie auch über eine GPRS- oder UMTS-Datenconnection, wobei man in den letzteren Fällen logischerweise besser über einen Datenvertrag mit unlimitiertem Volumen verfügt. In unserem Test war selbst über EDGE eine noch brauchbare Sprachqualität zu erreichen, wobei die Verzögerungszeiten allerdings beträchtlich waren. Das hört sich dann schon eher nach Astronautenfunk an als nach Telefonieren.

Per WLAN war die Verbindung schon erheblich besser, auch wenn man natürlich mit den üblichen Effekten von Voice-over-IP leben muss. Sogar Skype-Out-Anrufe kann Fring durchführen, und das dürfte insbesondere für Auslandsreisen tatsächlich ein sehr attraktives Feature sein, eine entsprechende Datenverbindung vorausgesetzt.

Bisher ist Fring kostenlos, und es ist noch nicht so ganz klar, womit die Firma Geld verdienen will. Man merkt der Software natürlich an, dass sie noch sehr frisch ist, und an der einen oder anderen Ecke holpert das Benutzererlebnis noch stark. Aber zumindest für Chat und einen gelegentlichen VoIP-Anruf ist Fring sicher schon stabil genug und sei daher den Besitzern von Series-60-Handies ans Herz gelegt.

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