08.01.14

Quantified Self: Eine Welle neuer Fitness Wear rollt auf uns herab

Basis Health Tracker

Die Messe CES 2014 in Las Vegas ist kaum gestartet, schon gibt es eine ganze Reihe neuer Aktivitätstracker. Die interessantesten Neuvorstellungen gibt es hier im Überblick.

Fitnesstracker in vielen verschiedenen Variationen waren bereits im vergangen Jahr 2013 ein Trend: kaum ein Jogger läuft mehr durch die Parks ohne einen dieser Aktivitätssensoren am Handgelenk oder dem Hosenbund. Auf der gerade stattfindenden Messe CES 2014 setzt sich dieser Trend nun fort und viele neue Hersteller kommen mit interessanten Ideen in die Messehallen von Las Vegas. Einige der interessanteren davon stellen wir euch hier vor.

 

Garmin vivofit

Garmin bringt mit dem vivofit ein durchaus interessantes Fitnessband fürs Handgelenk. Interessant deshalb, weil es mit einem vergleichsweise großen Display ausgestattet ist und Garmin trotzdem eine Batterielebensdauer von mehr als einem Jahr angibt. Vivofit erfasst ein breites Spektrum an Aktivitätsdaten und erinnert seinen Träger an sein Tagesziel, sollte sich dieser doch einmal dem Müßiggang hingeben.

 

Auch Schlafdaten werden erfasst und wer den optionalen Herzfrequenz-Brustgurt nutzt, kann seine Leistungswerte noch detaillierter erfassen. Einmal erfasst, lassen sich die Daten dann per Bluetooth zur korrespondierenden App übergeben um von dort dann zu Garmin Connect, der kostenlosen Online-Fitness-Community von Garmin, synchronisiert zu werden. Das vivofit-Fitnessband ist im US-Shop von Garmin bereits vorbestellbar und soll rund 130 Dollar beziehungsweise 170 Dollar für das Set inklusive dem Herzfrequenz-Brustgurt kosten.

Basis Health Tracker

Einen Schritt weiter noch geht der von Basis vollmundig als "Most Advanced Tracker" angepriesene Basis Health Tracker in Form einer Armbanduhr: durch mehrere Sensoren im Gehäuseboden will man kontinuierlich die Herzfrequenz, die Hauttemperatur und die Schweißproduktion messen.

 

Hiermit sollen dann Rückschlüsse auf die Intensität des Workouts errechnet werden - womöglich lassen sich so tagsüber sogar Stresslevel erfassen. Sicher interessant zu sehen, wie der eigene Körper während dem nächsten Zielvereinbarungsgespräch mit dem Vorgesetzten reagiert. Für Fitnesstracker ergäben sich so völlig neue Anwendungsfelder. Der Basis Health Tracker ist in verschiedenen Versionen ab 179 US-Dollar im Webshop von Basis bestellbar.

Jaybird Reign

Von Jaybird kommt ein weiteres Fitnessarmband auf alle Quantified-Self-Freunde zu: Das Jaybird Reign sieht von allen vorgestellten Tracker-Armbändern am unauffälligsten aus und ist kaum als Smartwear zu erkennen. Vor allem der magnetische Verschluss des Armbandes sorgt dafür, dass es mehr nach Schmuckstück als nach Technik aussieht. Es erfasst sowohl Aktivitätsdaten als auch die Schlafqualität und liefert die erfassten Daten per Bluetooth an eine App, welche sowohl für iOS als auch für Android verfügbar ist.

 

Die Besonderheit des Reign ist die sogenannte "Go Zone". Jaybird errechnet diese auf Basis der erfassten Daten und will seinem Träger damit einen Anhaltspunkt geben, wie viel Sport, Bewegung und Schlaf gut für ihn ist - vielleicht ein ganz nettes Feature, obgleich offen bleibt, aufgrund welcher Metriken dieser Zielbereich ermittelt wird. Das Reign soll noch rechtzeitig vor dem Sommer für 199 US-Dollar verfügbar sein.

Sony Core

Auch der Home-Entertainment-Primus Sony widmet dem Wachstumsmarkt der Fitness-Gadgets eine neue Produktserie: Mit der Smartwear-Kollektion springt Sony nun ebenfalls auf den Zug der tragbaren Elektronik auf und der neue Chip Sony Core soll zukünftig die Gewohnheiten seines Users haarklein erfassen. Erfasst werden natürlich Aktivitäts- und Schlafdaten, darüber hinaus sollen wohl auch andere Werte registriert werden - wie lange Musik gehört wird, vielleicht? Ob damit wirklich sinnvolle Daten zusammenkommen oder ob einfach nur alles gemessen wird, was gerade möglich ist, wird sich vielleicht klären lassen, wenn der Sony Core im Lauf des kommenden Frühjahrs offiziell vorgestellt wird. Das erste Produkt, in dem der Chip zum Einsatz kommt, ist das Smartband, das Sony hier in einem offiziellen Video vorstellt. Es soll im Laufe des Frühjahrs für unter 100 Euro auf den Markt kommen:

www.youtube.com/watch

Ganz nebenbei hat Sony auf der CES auch noch einen Tennis-Sensor vorgestellt. Dieser wird am Tennisschläger befestigt und registriert Daten wie die Schwunggeschwindigkeit, Drall und Ball-Geschwindigkeit. All das kann dann an ein Smartphone übergeben und ausgewertet werden. Ob damit effektiv Verbesserungen des eigenen Tennisspiels erzielt werden können, bleibt aber offen.

LG Lifeband

LG wird ebenfalls mit einem Fitnessarmband versuchen Marktanteile unter den Self-Measurement-Addicted zu sammeln: Das LG Lifeband kommt in drei Größen für 179 US-Dollar in die Läden und erfasst die üblichen Aktivitätsdaten. Darüber hinaus kann es aber auch als Fernbedienung für den Music-Player im Smartphone dienen - ein unique selling point unter den heute vorgestellten Gadgets.

 

Per Bluetooth verbindet es sich mit der LG Fitness App (Android und iOS) und kann von dort mit Online-Services wie RunKeeper, Withings und ähnlichen synchronisieren. Auch dies ist ein Feature, woran andere Hersteller von Smartwear im Moment noch nicht gedacht haben.

Fazit

Schon das letzte Jahr bescherte uns viele interessante Gadgets rund um das Thema Aktivitätstracking, aber für das nun vor uns liegende Jahr scheint sich jetzt schon abzuzeichnen, dass uns noch viele weitere interessante Tools rund um das Thema Self Measurement und Quantified Self erreichen werden.

Was denkt Ihr darüber: wer von euch nutzt denn solche Live-Tracking devices regelmäßig? Und wie viele Fitnessarmbänder verstauben ungenutzt in Schubladen und auf Schreibtischen?

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