11.03.10

FirstView PC607V: Das 80-Euro-Tablet

FirstView PC607V - Tablet (Bild: FirstView)

FirstView unterbietet mit seinem PC607V die 80-Euro-Marke für Tablets.

 

In der Techwelt dürfte "Tablet" das Wort des Jahres sein. Dabei ist das Gerät als Klasse noch nicht einmal klar definiert - zeichnete sich das Tablet durch das Fehlen einer Tastatur aus, dann würden auch Smartphones mit hinein zählen. Ist es der Intel Atom, ARM oder VIA Prozessor oder das Vorhandensein eines riesigen Touchscreens?

Beim FirstView-Tablet ist mir die korrekte Terminologie egal, denn für unter 80 Euro ein internetfähiges Gerät zu bekommen, ist Entschädigung genug. Bei so einem Preis macht man natürlich Abstriche hinsichtlich Ausstattung und Möglichkeiten.Immerhin bekommt man für diesen Preis bereits eine ARM9-CPU, die ist mit 533 MHz allerdings sehr schwach ist auf der Brust, gleiches läßt sich vom Arbeitsspeicher mit 128 MB RAM und 256 MB ROM sagen, welches die unterste Grenze des Erträglichen markiert.

Da verwundert die 2 GB kleine SSD nicht, und man weiß, was einen erwartet: Die Betriebssystem-Optionen begrenzen sich auf WinCE 6.0 R3 und Google Android - das ist mitnichten schlecht - sowohl WinCE als auch Android sind genau für solche Hardwareangaben konzipiert worden.

Ein flüssiges Arbeiten ist also zu erwarten, im Gegensatz zu HD-Videos und sehr multimedialen (Flash-lastigen) Internetseiten, die würden ohnehin nicht auf dem 7 Zoll kleinen resistiven Touchdisplay zur Geltung kommen, denn es löst nur mit 800 * 480 Pixeln auf. Für Platz könnte man durch eine SD-Karte sorgen, ob auch SDHCs unterstützt werden, läßt sich aus der Beschreibung nicht herauslesen.

Erstaunlich für diesen Preis ist der Einsatz eines 3GModems, allerdings nur gegen Aufpreis, trotzdem eine tolle Sache. WLAN ist standardmäßig dabei, erwartungsgemäß im b/g-Standard.

Für den Kontakt zu Peripherie-Geräten wie Tastatur, Maus oder externe HDDs stehen zwei USB-Ports zur Verfügung. Traut man der Beschreibung auf der Produktseite, ist der Klinkenstecker sowohl als Kopfhöreranschluss als auch für Mikrofonaufnahmen geeignet. Doch das darf bezweifelt werden, denn die Schreibfehler deuten auf Chinesen hin, die "Audio/Vedio"-Effekte über eingebaute Stereolautsprecher hören - Chinesen können vieles sehr gut, doch Englisch gehört im Allgemeinen nicht zu ihren Stärken.

Der Akku im Lieferumfang bringt 2100 mAh, damit dürfte man gute 4 Stunden Internetsurfen erreichen, vielleicht mehr - es gibt eine Option auf einen doppelt so großen Stromspeicher. Für das Surfen in den heimischen vier Wänden ist es allemal ausreichend, und bei so einem Preis fragt man sich, wie billig die Tablets noch werden.

Gesehen bei FirstView .

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