04.08.14

Fiftythree Pencil ausprobiert: Schöner Stylus mit Extra-Funktionen, leider teuer

Fiftythree Pencil (Bilder: Frank Müller)

Pencil von Fiftythree ist ein Bluetooth-fähiger Stylus für das iPad und andere Tablets, der seine Stärken vor allem in der Zusammenarbeit mit der iPad App „Paper“ ausspielt. Wir haben Pencil mit Paper und anderen Apps ausprobiert.

 

„Pencil. Made for Paper.“ So bewirbt das Unternehmen Fiftythree seinen Stylus. Anders als ein passiver Stylus ist Pencil nicht nur ein Schaft mit einer Gummispitze. Er verbindet sich per Bluetooth mit dem iPad und ergänzt speziell die [itunes itunes.apple.com/de/app/paper-by-fiftythree/id506003812 App Paper[/itunes] um einige interessante Funktionen.

Aber dazu muss Pencil erst einmal aufgeladen werden. Einfach die Gummispitze herausziehen, und schon kommt die Elektronik zum Vorschein, darunter auch ein USB-Stecker, mit dessen Hilfe man Pencil an jedem USB-Anschluss aufladen kann. Aber bevor wir zu den Sonderfunktionen kommen, betrachten wir den Pencil doch erst einmal wie einen normalen, passiven Stylus.

Ohne Gummispitzen ist Pencil etwa so lang wie ein iPhone 5, die Form entspricht in etwa der eines Zimemrmannsbleistifts. Der Stift liegt für mein Gefühl sehr gut in der Hand, besser als jeder andere Stylus, den ich bisher getestet habe.

Die weiche Gummispitze lässt mit einem Dreh abnehmen und gegen eine beiliegende Ersatzspitze austauschen. Auch das „Radiergummi“ am anderen Ende lässt sich austauschen. Radiergummi deshalb, weil es diese Funktion hat, wenn man Pencil mit Paper per Bluetooth koppelt. Dann braucht man kein Radiergummi-Tool auszuwählen, sondern dreht einfach den Pencil um und arbeitet wie mit einem analogen Bleistift, der ein Radiergummi am Ende trägt.

Zum Koppeln drückt man einfach Pencils Spitze auf eine markierte Stelle in der App Paper, und schon verbindet sich Paper mit Pencil. Dabei schaltet die App auch Funktionen wie Sketch, Color, Outline und Mixer frei, die sonst per In-App-Kauf erworben werden müssen.

Fazit: Ideal für die Verwender kompatibler Apps, leider teuer

Pencil ist sehr ausgewogener Stylus, der wirklich Spaß macht. Manchmal gibt es noch ein paar Hakler im Zusammenspiel mit Paper, so wurde das Radiergummi ein paarmal nicht erkannt, und statt zu löschen, wurde die Zeichnung verwischt, als würde ich den Finger verwenden. Davon abgesehen funktioniert das Koppeln sehr intuitiv.

Außer Paper sind auch andere Apps mit dem aktiven Pencil kompatibel, im Augenblick sind es [itunes itunes.apple.com/de/app/noteshelf-notes-pdf/id392188745] und [itunes itunes.apple.com/de/app/procreate-sketch-paint-create./id425073498. Weitere sollen folgen. Fiftythree macht es Entwicklern mit einem Software Developer Toolkit einfach, Pencil zu unterstützen.

Nutzt man keine dieser Apps und sucht nur einen passiven Stylus, ist Pencil leider ziemlich teuer. Es wäre prima, wenn Fiftythree da noch ein passives Modell ohne Elektronik herausbringen würde, das vielleicht die Hälfte kostet. Denn vom Schreib- und Zeichengefühl her ist Pencil wirklich hervorragend. Der aus einem Stück gearbeitete Schaft liegt toll in der Hand, mit der weichen Spitze lässt sich gut zeichnen.

Die Pencil-Version mit Walnussholz kostet rund 75 Euro, die Graphit-Version aus Alu immerhin noch circa 60 Euro. Kaufen kann man beide bspw. bei Amazon. Weitere Infos über Pencil findet man auf der Seite von Fiftythree.

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