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11.06.08

Fast wasserfreies Waschen: Die andere Trockenreinigung

Die fast wasserlose Waschmaschine

In unserer noch nicht ins Leben gerufenen Reihe "Gerätekonzepte, die die Welt verbessern könnten" kommt das Gerät heute aus Großbritannien. Es handelt sich um eine Waschmaschine, die pro Waschgang nur eine Tasse Wasser braucht.

Plastik statt Wasser: So funktionierts. (Grafik: Daily Mail)

Kauft man heutzutage eine neue Waschmaschine, achtet man bestenfalls umwelt- und kostenbewusst auf Energie- und Wasserverbrauch ( Seife ist ja längst überflüssig ...) Britische Forscher haben jetzt ein Waschkonzept entwickelt, das den Wasserverbrauch pro Waschgang auf eine Tasse Wasser reduzieren könnte.

Es kam mir auch zu Beginn etwas schleierhaft vor, wie dieses Konzept funktionieren soll, aber mit der Zeit erschien es mir wenigstens ansatzweise einleuchtend. Anstatt mit Seifenlauge arbeitet die Maschine mit 20kg (sic!) Plastikchips, die nach Starten der Maschine der Wäsche hinzugegeben werden. Eine Tasse Wasser mit Waschmittel wird dann erwärmt, um Schmutz zu lösen, der dann von den Plastikchips angezogen wird. Rund 100 Wäschen sollen die Chips durchhalten, das wäre bei einem Haushalt wie meinem eine halbe Ewigkeit, eine normale Familie dürfte etwa ein halbe Jahr zurechtkommen.

Sollte ein entsprechender Investor gefunden werden, könnte die Maschine angeblich schon nächsts Jahr in Serie gehen.

Ein paar Fragen stelle ich mir allerdings noch: Zum einen, wie groß die Chips sein sollen: Angeblich sollen sie beim Ablassen des Wasser ausgefiltert werden, ich könnte mir aber gut vorstellen, dass man nach der Wäsche diverse Chips aus der Wäsche suchen muss. Außerdem: Werden auch Gerüche entsprechend eliminiert? Oft genug wäscht man Kleidung nicht, weil sie dreckig ist, sondern etwas unangenehm riecht. Außerdem: Wie groß muss die Maschine sein, um nicht nur für eine normale Portion Wäsche zu reichen, sondern auch für 20kg Plastikchips?

Sollte das Konzept sich als tatsächlich benutzbar erweisen, könnte es den Wasserverbrauch auf ein Minimum reduzieren. Und wenn man sich dann noch ein tragbares Konzept für die benutzten Plastikchips überlegt, dürfte es nicht nur dem Portemonaie helfen, sondern auch der Umwelt.

[via Daily Mail]

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