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10.06.16

Zukunftstechnologie

Faltbare Smartphones und Tablets: Das plant Samsung für 2017

Sven Wernicke

Vor rund drei Jahren angekündigt, erwarten uns wohl 2017 erste Smartphones und Tablets, die mit gewohnten Konventionen brechen. Samsungs Pläne lassen auf faltbare Geräte schließen – und das wird in vielerlei Hinsicht spannend.


(Bild: Samsung)

Keine neue Idee

2013 zeigte Samsung Analysten die Pläne für die kommenden Jahre, die später als Youm oder Project Valley sogar der Öffentlichkeit präsentiert wurden – unter anderem auf der CES 2013. Damals hieß es, dass man erst gebogene Displays etablieren möchte, danach sei man bestrebt, technische Barrieren zu überwinden und Bildschirme für mobile Geräte sogar zu falten.

Ein Tablet einfach zusammenklappen? Das war 2013 in erster Linie eine Vision, allerdings schon eine konkrete. Unter anderem zeigte Samsung einen frühen Prototypen mit einem OLED-Display. Im Fokus stand allerdings das Curved-Display, das zwei Jahre später beim Samsung Galaxy S6 Edge Verwendung fand. Oder bei diversen Wearables des koreanischen Konzerns.

Völlig neue Smartphone-Konzepte im Anmarsch

Ursprünglich hieß es, man wolle 2016 biegsame Devices in den Handel bringen. Daraus wird wohl nichts. Allerdings berichtet Bloomberg unter Berufung eigener Quellen, dass Samsung nächstes Jahr zwei weitere Smartphones veröffentlichen möchte.  Ableger der hauseigenen Galaxy S-Reihe werden es nicht, vielmehr erwarten uns hier völlig neue Telefone. 

Das Highlight wird so oder so das OLED-Panel, das sich wahrscheinlich sogar aufrollen lässt – wie ein Stück Papier. Ein entsprechendes Konzept zeigte Samsung im Mai 2016 auf der SID 2016. Hier kam ein 5,7 Zoll großes, sehr leuchtstarkes Display mit Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel) zum Einsatz, das zusammengerollt kaum größer als ein klassischer, analoger Kamerafilm war. Das Panel selbst war nur 0,3mm dick und 5 Gramm leicht – erstaunlich!

Fast im Zeitplan

Ein Blick zurück ins Jahr 2013 macht deutlich, dass Samsung nach wie vor an den eigenen Plänen festhält. Vielleicht ist man etwas in Verzug geraten, da von faltbaren OLEDs für 2016 die Rede war. Sei’s drum: In der ersten Vorstellung von Youm war nicht nur ein faltbares Display zu sehen, sondern auch eine frühe Version des Samsung Galaxy S6 Edge, das zwei Jahre später für Aufsehen sorgte.

Als nächstes ist eine völlig neue Art Bildschirmkonzept an der Reihe, das auch Nutzern neben einem „Wow“-Effekt sicherlich viele Mehrwerte bringt. Vorstellbar wäre beispielsweise ein interaktives Buch, das sich blättern lässt. Vielleicht ändert sich dadurch das Lesegefühl bei eBook-Readern?

Reizvoller könnte es werden, sollte man Tablets oder Smartphones zusammenfalten und öffnen können. Aus kleinen, handlichen Geräten für die Hosentasche wird so vielleicht ein großer Touchscreen-Computer für die produktive Arbeit? Ansätze, wie man sich das vorstellt, zeigte Samsung – welch Überraschung – auch schon vor drei Jahren.

Ein Comeback des Klapphandys?

So oder so ist es nicht unwahrscheinlich, dass das Klapphandy auf neue Art und Weise sein Comeback feiert.

Beim Nachrichtenportal Bloomberg geht man davon aus, dass Samsung auf dem nächsten Mobile World Congress in Barcelona, der wieder im Februar 2017 stattfindet, entsprechende Lösungen enthüllen und womöglich sogar kurze Zeit später in die Verkaufsregale bringen wird.

Vielleicht kann man dann den angestaubten Werbespot von 2013 noch einmal verwenden?

Innovationen für die Branche

Eines ist sicher: Die Technologie ist vorhanden, Nutzen kann der rollbare OLED-Bildschirm viele bieten. Auch im großen Stil – als Alternative zu einem Beamer zum Beispiel. Oder als ausfahrbaren Monitor bzw. Fernseher.

Der Grundgedanke kann sehr viele frische Smartphones- sowie Tablet-Ideen zur Folge haben, die mit bekannten Konzepten brechen und so frischen Wind in den mobilen Sektor bringen. Etwas, was die Branche langsam wirklich braucht. Und der Kunde wünscht sich Innovationen sicherlich auch.

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