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06.10.13

WLAN gegen Check-in: Das Gute kann manchmal so einfach sein

Checke ein und erhalte freies WLAN. Via Facebook bereits möglich in Deutschland.

Cisco und Facebook haben eine gemeinsame Lösung vorgestellt, dank der die Kunden einer Lokalität bei einem Check-in einen kostenlosen WLAN-Zugang erhalten. Das klingt nach einer Win-Win-Idee für alle Seiten, die überraschenderweise in Deutschland schon verfügbar ist.

Checke ein und erhalte freies WLAN. Via Facebook im Prinzip bereits möglich in Deutschland.

Und wieder einmal fragt man sich, warum da früher keiner drauf gekommen ist. Vielleicht, weil schlicht eine einfache technische Lösung gefehlt hat. Doch die wollen Cisco und Facebook jetzt nachreichen. Teilnehmende Unternehmen können die Lösung der beiden Unternehmen verwenden, um ihren Kunden einen zeitlich begrenzten WLAN-Zugang zu gewähren. Alles, was sie dafür tun müssen, ist, auf Facebook in die Lokalität einzuchecken.

Facebook WLAN ist im Prinzip bereits auf Deutsch verfügbar, die Einrichtung soll in fünf Schritten erfolgen. Ein Geschäft kann alternativ wählen, seinen Kunden den Zugang ins Netz über ein Passwort statt eines Check-ins zu gewähren. Auf Wunsch ist es auch möglich, einmal registrierte Nutzer ohne Neuanmeldung immer wieder zuzulassen. Möglich soll der Zugang auf lange Sicht über einen beliebigen Router sein, derzeit allerdings nur über Cisco Meraki Router.

 

Router bislang kaum verbreitet

Interessant an dieser Stelle: Cisco hatte das von Google geförderte Startup Meraki erst vor knapp einem Jahr übernommen. Nun soll es dem Konkurrenten Facebook helfen. Die Meraki-Router sind noch relativ neu auf dem Markt und dürften in kaum einem deutschen Geschäft stehen. Dieser Vorteil geht an den neuen Eigner Cisco, der Interessenten von Facebook WLAN die passenden Router schmackhaft machen könnte.

Cisco Meraki Router

Natürlich profitiert auch Facebook: Die Check-in-Funktion wird neu belebt, das Unternehmen kann hier als Wohltäter und nebenbei WLAN-Provider auftreten. Ein Unternehmen, das Facebook WLAN anbietet, profitiert von dem guten Ruf, von mehr Check-ins und dadurch einer besseren Platzierung in lokalen Ranglisten. Wovon die Kunden profitieren, liegt auf der Hand: freies WLAN. Einen Nachteil hat dadurch eigentlich niemand. Nur Facebooks Konkurrenten bei lokal basierten Services wie Foursquare und Qype geraten jetzt in Zugzwang, weil sie Nutzer an Facebook verlieren könnten - es sei denn, sie bieten eine ähnliche WLAN-Option an.

Noch spannender wird das ganze natürlich erst, wenn Facebook praktisch beliebige Router hierbei zulässt. Das wird in Zukunft sicher kommen. Die Tür zu einer guten Idee aber ist aber schon aufgestoßen.

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