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12.06.14

EzeeCube: Erweiterbarer Mediahub für die Generation Smartphone

EzeeCube (re.) mit den geplanten Erweiterungen. (Bilder: EzeeCube)

Die kleine Box EzeeCube zielt vor allem auf Besitzer von Smartphones und Tablets, die viele Fotos und Videos aufnehmen: Die sollen damit eine einfach zu bedienende Backup-Lösung bekommen, die zugleich als Mediahub dienen kann.

 

Noch nie zuvor haben Menschen so viele Fotos und Videos aufgenommen wie heute. Ein Grund: die ausreichend guten Kameras in Smartphones oder auch Tablets. Aber diese Geräte haben eine oftmals stark begrenzte Speicherkapazität. Zudem wird es als Nutzer immer schwieriger, den Überblick zu behalten. Und wie zeigt man seine neuesten Werke eigentlich dem Besuch?

Wenn es nach Firmen wie Google geht, laden wir alles ins Internet hoch. Dort gibt es Speicherplatz en masse und zudem sind die Inhalte überall abrufbar – theoretisch jedenfalls. Aber längst nicht jeder mag alles diesen Diensten anvertrauen und wer kann schon garantieren, dass es sie auch in 10 oder 20 Jahren noch gibt oder sie nicht plötzlich viel Geld verlangen? Deshalb kommt die „private Cloud“ immer mehr ins Gespräch. Man hat ähnliche Funktionalitäten wie im Web, aber eben in Form einer Box zu Hause. Genau auf diesen Bereich zielt auch der EzeeCube.

Entstanden ist die Idee aus dem ganz persönlichen Bedarf der Macher: Das Paar aus Hongkong konnte einfach nicht genug Fotos und Videos von ihrer neugeborenen Tochter haben und stieß alsbald an die eingangs beschrieben Grenzen. Als erstes arbeiteten sie an einer reinen Softwarelösung. Später stellten sie fest, dass eine darauf ausgerichtete Hardware vieles erleichtern würde.

EzeeCube selbst setzt dabei in Sachen Software auf Open-Source-Größen wie das Betriebssystem Linux und die Mediacenter-Lösung XBMC. Die Hardware besteht u.a. aus einem Cortex A9-Prozessor mit zwei Kernen sowie einer 1-TB-Festplatte mit 5.400 rpm.

Per Ethernet oder WLAN verbindet sich die Box mit dem Internet. Bluetooth 3.0 sowie ein Infrarotempfänger sind auch noch enthalten.

Die Bedienung soll denkbar einfach ausfallen. So gibt es für Android und iOS eine eigene App. Sie soll dafür sorgen, dass Fotos, Videos und auch Kontakte automatisch mit dem EzeeCube synchronisiert werden, sobald sich das Gerät ins heimische WLAN einloggt. Fotos sollen dabei automatisch sortiert werden, z.B. nach dem Datum. Auch eine Duplikatserkennung ist enthalten.

Zum Anschauen der Inhalte kann man den EzeeCube an den Fernseher anschließen. Man kann sie aber beispielsweise wohl auch von außen erreichen, so dass man unterwegs auf die Dateien zugreifen kann. Zudem versteht sich die Box auf DLNA zur Kommunikation mit anderen kompatiblen Geräten im Netzwerk sowie auf Apples AirPlay.

Interessant ist darüber hinaus die Idee, den EzeeCube durch Zubehör zu erweitern, das man ohne weitere Konfiguration einfach aufsteckt. Eine passende Festplatte mit 2 TB sowie ein Blu-Ray-Laufwerk sind hier bislang geplant. Wer will kann übrigens auch eine beliebige USB-Festplatte anstecken und soll damit automatisch ein Backup der internen Platte des EzeeCube anstoßen.

 

Alles in allem klingt das Gerät durchdacht und auch das Design ist so ansehnlich wie schlicht. Nach Aussagen der Macher haben sie die Entwicklung bis hin zu einem Prototypen des Produktionsmodells vorangetrieben. Jetzt suchen sie auf Indiegogo nach Unterstützen, um die Massenproduktion anschieben zu können.

Im Moment ist sogar noch das „Super Early Hackers Special“ erhältlich, das gerade einmal 145 Euro inklusive Versand kosten soll. Der spätere Verkaufspreis wird mit etwa 220 Euro veranschlagt. Bereits im Oktober 2014 soll ausgeliefert werden. Vorbestellbar sind außerdem bereits das Blu-Ray-Laufwerk für rund 77 Euro sowie die zusätzliche Festplatte für zirka 99 Euro. Diese beiden sollen allerdings erst im März 2015 fertig sein.

Wie immer gilt: Crowdfunding-Projekte sind Vertrauenssache. Das ist keine Vorbestellung zum Sparpreis, sondern Unterstützung für eine geplante Produktion. Solche Projekte können sich verzögern, die Spezifikationen des Produkts können sich verändern und es gab auch schon Fälle, in denen am Ende nicht geliefert werden konnte. Das nur als Erinnerung.

Weitere Informationen findet ihr hier auf Indiegogo sowie in diesem Artikel bei Gizmag.

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