23.05.11

Eye-Fi Pro X2 im Test: SD-Karte beamt Fotos kabellos auf Rechner und Tablet

Eye-Fi Verpackung

Die Eye-Fi Pro X2 ist eine SD-Karte mit 8 GB Speicherkapazität, die in der Lage ist, Bilder über WiFi direkt aus der Kamera an den Rechner zu schicken. Und wenn kein WLAN verfügbar ist, baut sie ein eigenes auf und sendet die Bilder an iPad, iPhone oder Android-Tablet bzw -Smartphone.

 

Vor kurzem haben wir über die Eye-Fi X2 SD-Karte berichtet. Jetzt konnten wir die große Schwester Eye-Fi Pro X2 im Alltag testen. Der Unterschied zwischen beiden: Die Pro X2 kann auch mit RAW-Dateien umgehen.

Aber fangen wir am Anfang an. Außer der SD-Karte Eye-Fi Pro X2 findet sich - Überraschung - ein Kartenleser im Paket, mit dem man die Karte zunächst am Rechner anschließen muss. Denn vor der Benutzung gilt es, Software zu installieren. Die findet sich zum Glück direkt auf der SD-Karte, sowohl für Mac als auch für Windows. Linux-User schauen leider mal wieder in die Röhre. Eigentlich merkwürdig, so schwierig kann es doch nicht sein, Treiber dafür zur Verfügung zu stellen.

Aber für den Mac gibt es die, wie gesagt, in einem Ordner, der netterweise den Titel START HERE trägt. Also erst einmal Software installieren. Dann gibt es gleich ein Firmware-Update der Karte, was aber innerhalb von 2 Minuten und ohne Probleme vonstatten geht.

Jetzt erscheint das Eye-Fi Symbol in der Menüleiste, darüber kann man bestimmen, ob das Hintergrundprogramm Eye-Fi Helper ab Rechnerstart laufen soll. Außerdem kommt man über dieses Symbol direkt zum Eye-Fi Center, einem Adobe Air-Programm, das bei den Einstellungen der Karte hilft.

Die sollte man als erstes vornehmen, bevor die Karte schließlich in die Kamera kommt. Also: Netzwerk wählen und Kennwort eingeben, Direkt-Modus aktivieren, damit die Pro X2 auch jenseits eigener WLANs Bilder an iPad und Co. schicken kann, und auf Wunsch die Verbindung mit Hotspots und öffentlichen Netzen ermöglichen, damit man Bilder direkt via Facebook, Flickr, Picasa, eigenen FTP-Server und so weiter verteilen kann.

Will man das, muss man natürlich erst einmal seine Daten für die entsprechenden Konten eingeben. Außerdem wählt man aus, auf welchen Rechner die Fotos geladen werden sollen, ob man Geotagging aktivieren will, und welchen Transfermodus man wünscht.

Drei stehen zur Wahl:

     

  1. Automatisch - Alle Medien werden auf den ausgewählten Rechner geladen und an die ausgewählten Online-Dienste verteilt.

  2. Selective Share - Alle Medien werden auf den ausgewählten Rechner geladen, aber nur die an Online-Dienste weiterverteilt, die über die Funktion geschützt der Kamera ausgewählt werden.

  3. Nur die Daten werden an den Rechner geschickt und online verteilt, die über die Funktion geschützt der Kamera ausgewählt werden.

Sehr interessant ist auch der Endlos-Modus, den man hier aktivieren kann. Im Endlos-Modus kann man bestimmen, ab wieviel Prozent belegten Platzes die Karte anfängt, alte, schon übertragene Fotos zu löschen, um Speicherplatz für neue freizugeben. Die Prozentzahl ist frei wählbar. Dadurch ist sichergestellt, dass die Karte nicht auf einmal voll ist, nur weil Fotos von Tante Ernas Hochzeit vor drei Jahren Platz einnehmen, obwohl sie längst auf Facebook geteilt, auf Flickr gepostet und bei Picasa oder auf dem Rechner gelandet sind.

Fazit: Die Eye-Fi Pro X2 ist eine wirklich einzigartige Möglichkeit, seine Fotos ohne Kabel aus der Kamera auf den Rechner, sein Tablet oder Smartphone zu bekommen. Allerdings sollte man bedenken, dass der Transfer über WiFi doch etwas langsamer vor sich geht als über Kabel. Das merkt man besonders beim Transfer direkt aufs iPad, der pro Bild (10 MP) schon mal ein paar Minuten dauern kann. Mit dem iPad Connection Kit funktioniert das deutlich schneller. Aber möglicherweise ist das ein Manko der App. Laut Kommentator Florian (unter dem ersten Bericht) läuft das mit einer anderen App deutlich flotter.

Außerdem geht die kabellose Bequemlichkeit natürlich auf den Akku. Wer eine Menge Fotos nacheinander schießt und diese dann auf seinen Rechner schicken will, sollte die Energiespar-Einstellungen seiner Kamera lieber deaktivieren. Sonst schaltet die Kamera ab, während noch die Hälfte der Fotos auf die Übertragung wartet.

Aber wer seine Fotos (oder Videos) schon während des Shootings auf den Rechner bekommen oder gleich online verteilen will, der kommt um die Eye-Fi Pro X2 oder eine ihrer Schwestern nicht herum. Keine Kabel- und Adapterfummelei mehr. Sobald alles eingerichtet ist, kann man fotografieren und die Pro X2 kümmert sich zusammen mit den Helferprogrammen um den Rest.

Bei Amazon liegen die Preise für die WiFi SD-Karte Eye-Fi Pro X2 knapp unter 100 Euro.

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