Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

11.04.12

Eure Meinung ist gefragt: Schaffen Chromebooks das große Comeback?

Die aktuellen Chromebooks von Acer und Samsung setzen auf den Intel "Atom"-Prozessor. (Bild: Google)

Mit neuer Hardware und verbessertem Betriebssystem schickt Google die Chromebooks dieses Jahr erneut ins Rennen. Wir zeigen, was man von den Cloud-Laptops erwarten kann. Die Frage an euch ist dabei: Hat diese Geräteklasse eine Chance?

Es ist noch nicht einmal ein Jahr her, dass Google die Chromebooks offiziell vorgestellt hat. Die preisgünstigen Laptops mit dem Cloud-Betriebssystem Chrome OS sollten den Markt revolutionieren. Falls das passiert sein sollte, ist es an mir vorbei gegangen. Das Gesprächsthema Nummer 1 waren letztes Jahr stattdessen Tablets. Und wer Tablets ablehnt, schafft sich eher ein handelsübliches Laptop an. Und die gibt es heutzutage schließlich auch schon in einfachen Varianten für wenige hundert Euro.

Bei den Chromebooks hieß es, wir würden sowieso meistens den Browser benutzen, warum nicht ein Betriebssystem schaffen, das sozusagen der Browser ist? Alle Daten liegen dann in der Cloud und sind damit weitgehend vor Datenverlust sicher und vor allem jederzeit erreichbar. In einer Welt voller Chromebooks könnte man sich bei Bedarf einfach das Gerät eines Freundes schnappen, sich selbst einloggen und würde alles so vorfinden, wie auf dem eigenen Gerät. Auch Updates entfallen und selbst die allgegenwärtige Sicherheitsproblematik sollte nach den Worten von Google-Mitgründer Sergej Brin gelöst werden. Das folgende Video zeigt noch einmal, wie Google damals die Chromebooks erklärt hat.

An sich klingt das alles gar nicht so schlecht. Auf der anderen Seite müssen alle Daten überhaupt erst einmal in die Cloud gelangen, was je nach Internetanbindung lange dauern kann und sicher auch nicht jedem Nutzer gefällt. Und dann ist da noch die Frage der Apps: Zwar gibt es immer mehr Anwendungen, die im Browser funktionieren, aber logischerweise muss man hier mit einem eingeschränkten Angebot leben. So fühlte sich Kollege Thomas Jungbluth in seinem Chromebook-Langzeittest am Ende auch eher gefangen in der Cloud.

Neues Chrome OS mit "Aura"-Oberfläche

Aber Google hat Chrome OS und die Idee der Chromebooks offenbar noch nicht aufgegeben. Zwar war in den letzten Monaten deutlich mehr von Android die Rede, aber das Cloud-Betriebssystem wurde ebenfalls weiterentwickelt. Die neueste Entwickler-Version kommt nun mit der neuen "Aura"-Benutzeroberfläche und die macht schon einiges her (siehe Bildergalerie). Sie erinnert sehr viel mehr an ein Desktop-Betriebssystem und kann nun beispielsweise auch überlappende Fenster, hat eine Taskleiste im Windows-Style und einen Programme-Starter, der Mac-Nutzer an "Launchpad" erinnern wird. Das alles funktioniert offenbar Hardware-beschleunigt, wodurch die Oberfläche nicht zuletzt durch Animationen ein ganzes Stück ansehnlicher werden dürfte.

Das sind interessante Schritte, denn eigentlich war die Einfachheit von Chrome OS als einer der Vorteile gegenüber heutigen Desktop-Betriebssystemen gepriesen worden. Nun nähert sich Chrome OS diesen Vorbildern an. Solange dadurch die Nutzbarkeit steigt, kann es den Kunden nur recht sein.

Leistungsfähigere Hardware am Horizont

Momentan erhältlich sind zwei Chromebooks: Das Modell von Samsung für rund 400 Euro sowie Das Modell von Samsung für rund 400 Euro. Sie setzen auf Intels "Atom"-CPUs, die zwar stromsparend, aber auch nicht gerade besonders leistungsfähig sind. Nun gibt es Anzeichen dafür, dass die nächste Generation der Chromebooks auf Intel-CPUs der aktuellen "Sandy Bridge"-Generation und der kommenden "Ivy Bridge"-Reihe setzen. Das legt ein Source-Code-Fundstück nahe.

Somit wird die nächste Generation also nicht nur ein schickeres Betriebssystem bekommen, sondern dürfte auch noch deutlich schneller werden.

Die Frage aller Fragen: Reicht das für ein Comeback?

Mich würde interessieren: Traut ihr den Chromebooks ein Comeback zu? Können sie nun 2012 in der zweiten Generation ihren Platz im Mobil-Markt erobern? Oder ist das Konzept eines reinen Cloud-OS trotz allem nichts für den Massenmarkt? Und falls es unter euch Chromebook-Nutzer gibt, fände ich natürlich ganz besonders deren Erfahrungen spannend zu lesen.

Weiterführende Quellen des Beitrags:

Schlagworte zu diesem Artikel

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer