18.10.10

Emotive Robotic Avatar: Roboter für Reiche

Emotive Robotic Avatar

Der Emotive Robotic Avatar kann eigentlich nicht allzuviel, kostet dafür aber rasend viel Geld.

Als Kind hatte ich einen aufziehbaren Metallrobotor, der langsam über den Teppich schlich, die Augen blitzen ließ und auf seinem Bauch ein paar Sternkarten zeigte. Das war sensationell, zumindest damals. Heute erwartet man von einem Robotor dann doch etwas mehr als ein paar ruckartige Bewegungen, und der Emotive Robotic Avatar soll das liefern.

Der Roboter agiert allerdings nicht autonom, sondern nur auf die Befehle seines Besitzers, der den Roboter per Tablet-PC bedient. Und laufen kann der Android auch nicht. Also ist es eigentlich weniger ein Roboter als vielmehr eine Puppe, die sich mittels 19 Motoren bewegen kann. Die Befehle kann man über eine eigene Software weitergeben, die man auf einem Rechner aufspielen kann - der Roboter wird aber gleich mit einem Tablet-Computer geliefert. Das passiert alles drahtlos, und der Roboter hat dabei eine Reichweite von rund 10 Metern. Ist alles eingerichtet, kann die Sache los gehen.

Neben den Bewegungen kann der Avatar auch per Stimme mit einem Gegenüber kommunizieren. Mittels eines im Avatar eingebauten Mikrofons und einer kleinen Kamera kann man sehen und hören, was vor dem Roboter gerade passiert. Gleichzeitig kann man aber auch mittels eines eingebauten Lautsprechers auf mögliche Fragen reagieren und in Echtzeit antworten. Der Mund des Avatar bewegt sich, die Farbe der Augen und der Antennen lassen sich ebenfalls steuern. und sollen Emotionen ausdrücken

Das ist für ein so einen Avatar alles ganz nett, haut einen aber auch nicht vom Hocker, denn man darf nicht vergessen, dass sich der Avatar nicht fortbewegen kann. Er lässt sich also nicht durch die Gegend manövrieren - was bei einer Höhe von rund einem Meter vierzig und einem Gewicht von über 30 Kilogramm vielleicht gar nicht so schlecht ist.

Entsprechend passt der Preis zu dem Wesen von der grösse eines Primarschülers. Für den Fantasiebetrag von 65.000 Dollar kann man seinen Kindern einen steifen Spielkameraden schenken. Wer gerade so viel Geld für einen Aluminium-Plastik-Avatar loswerden möchte, kann das bei Hammacher Schlemmer machen.

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