18.03.14

Emo Feddz: Schicker Elektro-Lastenesel aus Deutschland

Emo Feddz sieht schon im Stand dynamisch aus. Wo normalerweise der Tank wäre, findet sich der "Cargo Rahmen".

Die gute Nachricht zuerst: Das Emo Feddz Elektro-Motorrad kann man tatsächlich kaufen. Es ist ausnahmsweise einmal keine Designfantasie und auch kein Crowdfunding-Projekt. Die Emo-Bike GmbH & Co. KG aus Baden-Württemberg hat mit diesem Gefährt einen Hingucker auf zwei Räder gestellt, der auch noch praktisch ist.

 

Die Szene zweirädriger Elektrofahrzeuge wird zusehends vielfältiger. Wir hatten euch kürzlich schon das Qoros Ebiqe gezeigt oder auch das City Bike Leaos. Beide arbeiten Akku und Motor sehr geschickt ins Gesamtdesign ein. Auch die Macher der Velorapidas hatten dazu gute Ideen. Emo-Bike aus Biberach an der Riss hat hier ebenfalls ein Wörtchen mitzureden: Sie haben ihrem Elektro-Motorrad "Feddz" die Proportionen eines Motorrads verpasst, aber wo dort normalerweise der Tank sitzen würde, findet sich hier nun ein praktischer Platz für Transportgut.

Solche "Cargo E-Bikes" sind nicht neu, wir hatten euch beispielsweise einmal den Urban Arrow vorgestellt, dessen Design allerdings eher auf maximale Nutzlast ausgelegt ist. Wer auf eine Art Retro-Holland-Design steht, könnte sich auch an den Faraday Porteur ansehen. Aber mir persönlich gefällt der dynamische Entwurf des Feddz aus Baden-Württemberg ausgesprochen gut.

Es ist dabei nicht als elektrisch betriebenes Fahrrad gedacht, sondern als abgasfreie Alternative zu Moped oder Motorrad. Entsprechend gibt es keinen Tretantrieb als Ausweichmöglichkeit.

Angeboten wird es in zwei Varianten mit 25 km/h und 45 km/h Höchstgeschwindigkeit – je nachdem, welche Führerscheinklasse man hat. Zudem hat man jeweils die Auswahl zwischen zwei Akku-Varianten. Bei 5.990 Euro geht es für das kleinste Modell los. Das hat eine Reichweite von bis zu 130 km. Mit "Premium-Akku" erhöht sich das auf bis zu 220 km und der Preis auf 6.990 Euro. Beim stärken Modell sind es bis zu 80 km Reichweite mit dem kleineren Akku und bis zu 120 km mit dem größeren. Die Preise liegen ebenfalls bei 5.990 und 6.990 Euro.

 

Der "Cargo-Rahmen" hat Platz für 23 Liter Transportgut. Hier passe beispielsweise ein Integralhelm hinein, heißt es auf der Produktseite. Weitere Beispiele reichen vom "schnellen Verstauen einer Einkaufs- oder Sporttasche bis zu Stadt- Kurierdiensten oder dem Lieferfahrzeug für Pizzabäcker." Interessanterweise findet sich an dieser Stelle zudem ein USB-Anschluss, so dass man hier beispielsweise ein Smartphone während der Fahrt aufladen kann. In der Basis-Ausstattung befestigt man sein Hab und Gut mit zwei Gurtbändern, eine Hardcover-Gepäckbox gibt es als Zubehör.

Weitere praktische Idee: Den Akku kann man offenbar recht leicht entnehmen und dann an jede übliche Haushaltssteckdose zum Aufladen anschließen. Nach fünfeinhalb Stunden soll der kleinere Akku und nach sieben Stunden der größere wieder voll einsatzbereit sein. Belässt man ihn am Fahrzeug, kann man ihn dort abschließen. Er ist dabei so niedrig platziert, dass er einen vergleichsweise niedrigen Schwerpunkt des E-Mopeds ermöglicht, was der Fahrdynamik zu Gute kommen sollte. Mit 11,5 kg für den Akku und 33 kg für den Rest des Eletro-Lastenesels ist das Gesamtfahrzeug aber nicht gerade ein Fliegengewicht.

Alle technischen Daten findet ihr auf der offiziellen Produktseite. Gefunden haben wir das Feddz bei Gizmag.

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