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30.07.11

Elegant Invention IsoStick: Liebling, ich hab die CDs geschrumpft!

Ein CD-ROM-Laufwerk in USB-Stick Größe

Elegant Inventions schrumpft ein CD-ROM-Laufwerk auf die Größe eines USB-Sticks, womit ISO-Images problemlos zum Booten von PCs genutzt werden können.

 

Linux-User tun es schon lange. Apple-Fans sind seit einiger Zeit auch kräftig dabei. Windows-Nutzer genießen die Freiheit offiziell seit Win7 und Netbook-Käufer kennen es gar nicht anders: Das DVD-Laufwerk hat ausgedient, die Installation des Betriebssystems geschieht vom USB-Stick aus. Manch ein Experte prophezeit schon das Ende der Silberscheiben. Allerdings sind immer noch viele PCs mit dem alten XP unterwegs, bzw. benötigen schmale Laptops noch immer die ein oder andere Installations-CD. Was also tun? Die Frage stellten sich auch ein paar Tüftler, gründeten Elegant Inventions und das Kickstarter-Projekt IsoStick, die CD im USB-Stick.Die Sache ist eigentlich ein alter Hut, und von Western Digitals SmartWare oder externen USB-Geräten bekannt: Beim Anschluss identifizieren sich die Speicher als CD-Laufwerk, so auch der IsoStick. Die integrierte Steuersoftware gaukelt dem Computer ein DVD-Laufwerk vor und startet dann einen kleinen Launcher mit dem man die ISOs, d.h. die Abbilder der DVDs/CDs, auswählt und in das virtuelle Laufwerk einlegt. Der einzig limitierende Faktor ist in diesem Fall die Größe des Flashspeichers. Der USB-Stick soll in Größen von 8 bis 32GB angeboten werden und zwei Partitionen anzeigen. Die erste ist für das Laufwerk, hier sind keine direkten Schreibzugriffe möglich und eine zweite, die sich wie ein externer Speicher verhält. Das Dateisystem liegt nur in FAT32 vor, Dateien die die 4GB-Grenze sprengen werden angeblich automatisch aufgeteilt.

Über einen Schalter können sämtliche Schreibzugriffe auf Hardware-Ebene unterbunden werden und die blinkene LED läßt sich sogar in ihrer Helligkeit regulieren. Als Computer-Nerd stellt man sich die Frage, was das soll, wozu man das braucht. Ich möchte Euch diese "besinnlichen" Minuten nicht nehmen, sondern viel mehr auf ein Problem des deutschen Gesetzes hinweisen: Das Aushebeln oder Umgehen von Kopierschutzmechanismen ist in Deutschland verboten. Daher ist die Auswahl von ISO-Images stark eingeschränkt. Außerdem geht der Trend, wie eingangs erwähnt, ohnehin in Richtung CD-loser Computerwelt; das meiste laden wir aus dem Netz und Win7 oder ein Linux, sind im Nu auf einen bootenden Stick verfrachtet. Zu Zeiten von XP wäre diese Idee ein totsicherer Mainstream-Erfolg geworden, jetzt dagegen sind es ausgewählte Zielgruppen, die dafür noch Verwendung haben. Den Jungs von Elegant Invention kann das egal sein, sie haben ihre avisierten 25'000 USD Startkapital bereits zusammen.

 

Das Projekt unter Kickstarter zu IsoStick.

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