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01.03.13

Ego Smartmouse: Die Alleskönnermaus aus Italien

Bunt und vor allem vielseitig soll die Ego Smartmouse werden.

Via Kickstarter will das in Italien gegründete Unternehmen Laura Sapiens eine Computermaus vorfinanzieren, die selbst ein Computer ist, der unter Linux läuft. Sie ist ein wahrer Tausendsassa und soll sich in zahlreichen Situationen nützlich machen.

Die Ego Smartmouse sei ein "revolutionary interaction device", heißt es auf der Kickstarter-Projektseite. Und tatsächlich muss die Produktkategorie erst erfunden werden, in die dieses Gerät passt. Von außen unterscheidet sie sich dabei nicht sonderlich von einer handelsüblichen Computermaus. Sie auf dem Tisch herumzuschieben, um damit dem Pfeil auf dem Bildschirm zu steuern, ist aber eben nur eine Möglichkeit unter vielen. Eine weitere ist es beispielsweise sie ähnlich wie die Fernbedienung der Spielkonsole Wii als "Airmouse" zu benutzen.

Darüber hinaus verfügt die Ego Smartmouse über einen internen Speicher von bis zu 8 GB. Über ihn soll man Dateien von Computer zu Computer mitnehmen können – ähnlich einem USB-Stick. Sie erscheinen auf dem Rechner als Ordner. Darüber hinaus bietet das Unternehmen hinter der Maus Cloud-Speicher an, der ebenfalls als Ordner erscheint. Beides verschwindet wieder, sobald man die Maus vom Rechner trennt. Der Cloud-Speicher ist im Kaufpreis der Maus enthalten.

Um eine Verbindung mit einem Gerät herzustellen, drückt man laut Beschreibung eine Taste auf der Oberseite der Maus und auf dem Bildschirm erscheint ein QR-Code. Dieser wird mit der integrierten VGA-Kamera der Maus eingescannt und man ist verbunden. Das soll sowohl mit Windows-PCs als auch Macs möglich sein. Android und Linux sollen zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls unterstützt werden.

Ist man verbunden, kann man mit einer bestimmten Mausgeste die Dateien transferieren. Zudem kann sich die Maus bestimmte Einstellungen wie Lieblingswebsites, Lesezeichen und Logins merken, so dass man an einem fremden Computer zumindest Teile seiner gewohnten Umgebung wiederfindet. Die Software der Smartmouse zeigt diese als Icons an. Ein Klick genügt und man ist eingeloggt. Entsprechend kann die Maus mit einer PIN geschützt und über die Website im Fall der Fälle auch gesperrt werden.

Maus mit Vibrationsalarm

Ein weiteres Feature: Man kann sich über neue E-Mails und anstehende Termine per Vibration der Maus informieren lassen. Dieses Feature ist aber bitte nicht mit der Massager Mouse zu verwechseln, die wir vor einiger Zeit einmal vorgestellt hatten...

Damit das alles funktioniert, werkelt im Innern ein 400 MHz ARM9 Microcontroller, der mit einem angepassten Linux läuft. Diverse Sensoren stehen ihm zur Seite: Beschleunigungsmessung, Gyroskop, Kompass und natürlich der Sensor für die optische Maus an sich. Die Verbindung zu anderen Geräten läuft über Bluetooth. Weiterhin dabei sind die schon genannte VGA-Kamera, eine Touch-Oberfläche anstelle eines Scrollrads, Vibrationsmotor und LEDs. Der integrierte Lithium-Polymer-Akku wird via Micro-USB wieder aufgeladen. Genaue Aussagen zur Akkulaufzeit gibt es leider nicht.

Die Entwicklung der Ego Smartmouse startete vor zwei Jahren. Inzwischen gibt es funktionierende Prototypen und das Ganze steht kurz vor dem Produktionsstart.

Preise und Verfügbarkeit

Es soll sie in den Speichergrößen 2 GB, 4 GB und 8 GB geben. Kunden können unter bis zu fünf Farben auswählen. Wer das Projekt unterstützen möchte, reserviert sich für umgerechnet 82 Euro ein 2-GB-Modell in Schwarz oder Weiß. Von diesem Early-Bird-Special sind beim Schreiben dieses Artikels aber nur noch 10 verfügbar. Danach beginnt der Preis bei umgerechnet 116 Euro inklusive internationalem Versand. Die Auslieferung soll im Juni 2013 beginnen.

Weitere Informationen auf der Kickstarter-Projektseite zur Ego Smartmouse. Gefunden bei Technabob.

Ego Smartmouse im Werbevideo

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