04.06.14

Datenbrille in schick: Mode-Ikone Diane von Fürstenberg soll Google Glass schöner machen

Diane von Fürstenberg mit einem ihrer Modelle.

Es scheint Ewigkeiten her, dass Google seine Datenbrille Glass das erste Mal angekündigt hat noch immer ist sie nicht endgültig auf dem Markt. Vor allem kämpft sie gegen das Nerd-Image. In Zusammenarbeit mit Designern wie Diane von Fürstenberg soll das nun alles besser werden – zum Premiumpreis.

 

Jetzt musste ich doch direkt einmal nachsehen: Vor über zwei Jahren hatte Google erstmals einen Ausblick auf „Project Glass“ gegeben. Seitdem hat sich für den interessierten Normalsterblichen nicht viel getan – außer, dass die anfängliche Begeisterung doch stark abgeflaut ist und unfeine Begriffe wie „Glasshole“ in die Welt gesetzt wurden. Und ehrlich: Auch nach zwei Jahren habe ich mich nicht wirklich daran gewöhnt, jemanden mit Google Glass im Gesicht zu sehen. Allerdings gibt es ja weiterhin nur die 1.500 Dollar kostende „Explorer-Edition“ – die darf immerhin nun jeder kaufen, der so viel Geld dafür übrig hat.

Schnell wurde aber klar: Einigermaßen annehmbar sieht Google Glass aus, wenn man es mit einer Brille kombiniert. Dann hat man schließlich eh schon etwas im Gesicht. In Zusammenarbeit mit Designern wie Diane von Fürstenberg will Google nun das Image seines Langzeitprojekts wieder aufpolieren und zielt damit nicht zuletzt auf Frauen als Kundschaft.

"DVF | Made for Glass" heißt die Serie, die aus Gestellen für Sonnenbrillen und normale Brillengläser besteht. Fünf verschiedene Formen wird es zur Auswahl geben. Ab 23. Juni kann man sie auf www.net-a-porter.com und google.com/glass kaufen. Bei Elle findet ihr ein Video, wo ihr Diane von Fürstenberg mit Google Glass seht und sie die Hintergründe erklärt. Bereits 2012 hatte sie bei einer Modenschau allen Models und anderen Mitarbeitern Google Glass verpasst und so gemeinsam mit Google einen ordentlichen PR-Stunt hingelegt.

Wenig überraschend sollte man für die neuen Designer-Datenbrillen das nötige Kleingeld mitbringen: Für die Sonnenbrillen werden umgerechnet rund 1.190 Euro veranschlagt, für die normalen Brillen mit Stärke 1.270 Euro. Inwiefern dieses Angebot auch hierzulande erhältlich sein wird, bleibt noch abzuwarten.

 

Klar ist, dass Google Glass in dieser Form einiges von seinem gefürchteten Nerdfaktor verliert. Es bleibt allerdings weiterhin die Frage, wer so viel Geld für ein Gadget mit stark begrenztem Funktionsumfang ausgeben möchte. Denn das aktuelle Google Glass sollte man nicht mit der Vision von 2012 verwechseln. Dass sich die nicht so bald umsetzen lassen würde, schien schon damals klar. Abgesehen davon wird es noch eine Weile dauern, bis Google Glass auch gesellschaftlich akzeptiert wird.

Und kombiniert man nun Google Glass mit einer Brille, die man tatsächlich braucht, sollte man stets eine Zweitbrille bei sich tragen, denn schließlich ist es vielerorts unhöflich Google Glass aufzubehalten – oder sogar untersagt.

Quellen: Glass Almanac, Google+, Elle.

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