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12.04.16

Ratgeber

Teuer oder günstig? Stationär oder mobil? So finden Sie den perfekten Arbeitscomputer für sich, Teil 1

Das Angebot an klassischen Computern in großen Gehäusen, mobilen Rechnern wie Notebooks oder Tablets und mittlerweile auch zahlreichen Mischformen ist fast schon unüberschaubar. Was braucht man als Gründer und Unternehmer wirklich? Wir geben Ihnen hier ein paar nützliche Entscheidungshilfen für den Kauf.


All-in-One-PC (Bild: Dell)

Welcher PC ist für Existenzgründer und Unternehmer geeignet?

Wer schon im Vorfeld weiß, dass der Computer ausschließlich in einem Büro, im Homeoffice auf dem Schreibtisch oder gar dauerhaft in einem Coworking-Space eingesetzt werden soll, für den sollte klar sein: Ein Desktop-PC muss her. Das bringt sogar einige Vorteile mit, beispielsweise die räumliche Trennung zwischen Arbeit am Computer und Freizeit außerhalb des Büros.

Aber nicht nur das: Wünscht man einen Computer ausschließlich als „bessere Schreibmaschine“ für Office, Internet und einfachste Multimedia-Anwendungen, bekommt man in heutzutage fast nostalgisch anmutenden Tower-Gehäusen sehr preisgünstige Komplettsysteme angeboten. Schon die aus dem untersten Preissegment genügen oftmals, häufig sind diese sogar mit einem DVD-Brenner oder Speicherkarten-Slots ausgestattet. Und einem aktuellen Windows- oder gar Linux- Betriebssystem.

Etwas teurer, aber in vielen Fällen praktisch, sind die All-in-One-Systeme mit integriertem Monitor und allen nötigen Anschlüssen in guter Erreichbarkeit. Kaufen, anschließen, loslegen ist hier die Devise.

Oberhalb der 500 Euro-Preisklasse sind die Desktop-PCs angesiedelt, die sich für Profi-Arbeiten eignen – Video- und ambitionierte Bildbearbeitung beispielsweise. Aber auch hier gilt: Über einen Erwerb sollte man nur nachdenken, wird man den Arbeitsort nicht ständig wechseln. Das ist bei wuchtigen, schweren Gehäusen und separatem Zubehör wie Monitor, Maus und Tastatur nicht sinnvoll und angenehm.

Notebooks: Ideal für den mobilen Unternehmer

Keine Frage: Der Trend geht zunehmend zu hippen, ultraflachen, super-schicken Laptops. Nur wozu besonders viel Geld investieren, wenn man dann doch den ganzen Tag im Büro sitzt? Notebooks mit Display-Größen um die 10 bis 13 Zoll (Netbooks genannt) sind für diejenigen gedacht, die häufig pendeln und stets einen Arbeitsrechner dabei haben müssen. Dabei geht es hier in erster Linie um das schnelle Tippen und sofort abrufbare, wichtige – für Kundenpräsentationen und dergleichen. Denn ein perfektes Arbeiten ist aufgrund der begrenzten Ausmaße der Tastatur und des Bildschirms in der Regel nicht gegeben. 13 Zoll ersetzen eben keinen Monitor mit 24 Zoll Diagonale und mehr.

Die Arbeitsqualität steigt zweifelsohne mit der Displaygröße, nur sind beispielsweise Laptops mit 15- oder gar 17-Zoll-Bildschirmen nicht mehr ganz so mobil, wie man es sich vielleicht wünscht. Vor allem die großen „Brummer“ eignen sich als flexiblen Desktop-Ersatz, nicht aber als mobilen Begleiter für Flug und Zugfahrt. Schwer, mächtig und häufig eher ein Ballast – nicht ohne Grund ist das Sortiment an solchen Systemen recht gering (geworden).

Ähnlich wie die Netbooks erfreuen sich die Tablets und 2-in-1-Hybriden steigender Beliebtheit. Hochwertige Tablets sind leistungsstark genug für Office-Anwendungen, auch das Tippen mittels Fingern oder gar Stylus ist durchaus komfortabel. Aber auch hier kann man kaum mehr als Notizen bzw. Standard-Texte verfassen oder Mails beantworten, fürs Programmieren oder Bearbeiten von Videos mangelt es an Komfort.

Eine Ausnahme sind besagte 2-in-1-Geräte wie das Microsoft Surface oder das Samsung Galaxy TabPro S, an die sich Tastaturen andocken lassen. Schnell wird so aus einem Tablet ein (fast) vollwertiges Notebook. Und dazu noch eine Maus – das genügt oftmals.

Tipp: Wer viel auf Reisen ist bzw. sein wird, stößt bei den kleinen Netbooks und Tablets irgendwann an Komfort-Grenzen, wenn Tastatur und Displays zu klein sind. Externe Tastaturen und Mäuse steigern die Bedienqualität, sind aber hinderlich, wenn man sie auch noch mitschleppen muss. Besser wird es bei Laptops mit 17 Zoll-Bildschirmen, wenn man flexibel sein möchte und keine technischen Kompromisse eingehen will. Störend könnten jedoch das Gewicht und die Rechnergröße werden.

Tablet und Notebook in einem


Surface 4 Pro (Bild: Microsoft)

Viel unterwegs UND auch noch ständig im Büro? Gibt’s dafür ebenfalls ein geeignetes System? Durchaus, denn auch hier könnte man zu einem 2-in-1-PC greifen. Einige Modelle verfügen über Dockingstationen für den stationären Arbeitsplatz. Diese ist bereits mit Maus, Tastatur und Monitor verbunden. Einfach Tablet von der mobilen Tastatur trennen und in die Station einschieben – fertig ist der Desktop-PC.

Und alle Daten sind immer und überall dabei. Der Vorteil: Man benötigt keine zwei PCs für unterschiedliche Einsätze. Die Nachteile sind allerdings die in der Regel limitierte Performance und die unverhältnismäßig hohen Preise.

Smartphone statt Computer

Es soll sie ja geben – die Gründer und Kreativen, die eigentlich keinen PC benötigen. Wer durch die Welt tingelt, Ideen sammelt und vielleicht einfach nur sein Business plant, muss noch keine Unsummen in anspruchsvollste Technik stecken.

Ernsthaft: Ein vernünftiges Smartphone genügt ohne weiteres, um nicht nur erreichbar zu sein, sondern auch Emails zu tippen sowie längere Notizen zu verfassen – gerade, wenn es wie das Blackberry Priv eine echte Tastatur besitzt.

Auf vielen Mobiltelefonen sind schon Office-Tools (mit Cloud-Anbindung) vorinstalliert. Getippt wird auf dem Touchscreen. Alternativ eignet sich ein kleines Tablet mit Displaygrößen ab 8 Zoll, falls man keine Ansprüche hat und vorwiegend soziale Netzwerke benötigt sowie etwas Schreibarbeit erledigen will.

Oder doch ein iMac bzw. MacBook?

Sollte es Ihnen ausschließlich und geschäftsbedingt um Prestige bzw. Eindruck beim Kunden gehen, müssen Sie zwangsläufig auf ein edles Design der Computer achten. Hier erweisen sich quasi sämtliche Apple-Produkte als beliebt, wobei auch andere Unternehmen wie Samsung oder Microsoft gleichwertige Computer (nur dann mit Windows) im Angebot haben. 

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