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20.08.15

De'Longhi ETAM 29.660.SB Autentica Cappuccino im Test 2/2: Der Latte-Automat

Datensicherung Kafeeevollautomat

Die Entscheidung für eine neue Kaffeemaschine war nun gefallen. Erwies sie sich in der Praxis als die Richtige?

Datensicherung Kafeeevollautomat

Die Maschine mit dem unaussprechlichen Namen De'Longhi ETAM 29.660.SB Autentica Cappuccino hatte nicht nur alle gewünschten Funktionen, sondern wurde auch sehr gelobt. Auch wenn ich aus dem Hause De'Longhi schon weniger sinnige Produkte gesehen habe, doch von der Kaffeezubereitung verstehen sie offensichtlich etwas. Nur der Preis war nicht heiß: Im Sonderangebot ist dieses Gerät leider nirgends zu finden. Selbst als Vorführgerät war es nur für 799 € zu haben. Wobei Kaffeevollautomaten bis 2500 € im Handel sind.

Beim Auspacken war man angenehm überrascht: Es lag extra ein Kunststoff-Blatt mit zwei Handgriffen bei, um die Maschine aus ihrem Karton heben zu können und sie nicht wie sonst bei Elektrogeräten üblich, irgendwie mit Klopfen auf den Karton und Ruckeln an diesem über Kopf "auskippen" zu müssen.

Die Maschine ist auch schnell zusammengebaut und enthält eine Wasser-Entkalkungs-Patrone, was ihr hoffentlich das Schicksal der Saeco/Spidem-Maschine erspart. Sie meldet, wenn diese Patrone erneuert werden muss und auch, wann eine richtige Entkalkung fällig ist.

Die Reinigung der Brühgruppe ist wesentlich einfacher als bei Saeco/Spidem. Der Kaffee (Espresso) kann in verschiedenen Größen und Stärken, als "Long" (Kaffee mit mehr Wasser, ähnlich Filterkaffee) sowie als "Doppio" (Doppelter) gewählt werden. Beim Doppio gab es allerdings gelegentlich Störungen - anscheinend wird hier zuviel Pulver in die Brüheinheit gestopft. Dann lieber die Einstellung für zwei Tassen mit weniger Wasser wählen.

Darüber hinaus hat die Maschine eine extra Cappucino-Taste - daher ihr Name - und ein "Milchmenü". Letzteres bietet unter anderem "Cafe Latte" (Standard, Morgenkaffee), Latte Macciato, "Flat White" (ein anderer Milchkaffee) und normalen Milchkaffee sowie heiße Milch. Dazu wird die Milch aus einem anzusteckenden Behälter angesaugt und unterschiedlich stark geschäumt - dies muß der Benutzer selbst richtig einstellen.

Der Behälter kann - und sollte - anschließend in den Kühlschrank gestellt werden, denn der Versuch, saure Milch aufzuschäumen ergibt eine böse Schweinerei. Der Milchbehälter kann auch in der Spülmaschine gereinigt werden. Angenehm ist, daß nach jeder Benutzung der Milchschaumdüse ein Reinigungsprogramm für dieselbe angeboten wird. Andernfalls wird die Sache ebenfalls schnell eklig.

Einige der Programme - wie Cafe Latte - benötigen relativ viel Milch. Reicht diese nicht, wird das Programm abgebrochen. Auch sollte man unbedingt neben dem Gerät stehen bleiben und die Zubereitung beobachten, da die Milchdüse gerne mal "danebenpinkelt" und dann die Küche mit Milch überschwemmt. Doch wenn die Milch kalt ist, klappt auch der ja etwas kompliziertere Latte Macciato einwandfrei.

Leider ist die Elektronik nicht störfest. Ist die Maschine in Bereitschaft und man benutzt eine an denselben Steckdosen angeschlossene Brotschneidemaschine, so springt sie in eine Selbstdiagnose und hat anschließend die Voreinstellungen für Kaffeestärke und Tassengröße vergessen. Deshalb sollte man sie bei Nichtbenutzung nicht nur herunterfahren (dabei wird ebenso wie beim Einschalten auch der Kaffeeauslaß durchspült, weshalb immer eine leere Tasse unter diesem stehen sollte, zumal die Maschine sich auch automatisch nach wählbarer Zeit abschaltet), sondern anschließend auch ganz ausschalten, wofür ein separater Schalter vorgesehen ist. Dann vergißt sie zwar auch die Voreinstellungen, verbraucht aber außerdem auch keinen Standby-Strom mehr.

Wenn man die Reinigung und Wartung ordentlich nach Handbuch durchführt, erfüllt die Maschine ihren Zweck gut - besser als die ältere Saeco-Konstruktion, die auch ziemlich laut war und bei der die Reinigung mal eben die halbe Spüle belegte. Bleibt nur zu hoffen, daß sie auch mindestens zehn Jahre funktioniert.

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