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08.11.11

Dell Vostro V131 im Test (2/2): Schnäppchen-Laptop

Dell Vostro V131 - Ausreichend helles Display für arbeiten unter der Sonne (Bild: kaz)

Wer oft unterwegs und abhängig von seinem Laptop ist, wird mit dem Dell Vostro V131 einen zuverlässigen Partner erhalten. Leicht, ausdauernd und leise beschreiben seine Eigenschaften am teffendsten.

 

Der Dell Vostro V131 überzeugt durch sein flottes Arbeitstempo und die lange Akkulaufzeit, doch was würden diese Werte taugen, wenn Display und Tastatur nicht überzeugten?

Es lüftet

Lüftergeräusche waren bei Dell noch nie ein Problem, wohl aber die Festplatte. Die rotiert und wummert unbeirrt vor sich hin und macht die grösste Geräuschkulisse aus. Selbst wenn der Lüfter sich eine Pause genehmigt, hört man das leise Rauschen der ratternden Festplatte im Innern des Vostro. Bei Vollauslastung macht sich dann auch der Lüfter in erträglichem Masse bemerkbar, was glücklicherweise nur bei starker Belastung geschieht. Insgesamt ist der Dell als angenehm leise zu bezeichnen – eine SSD würde diesen positiven Eindruck sicher noch verstärken.

 

Schau mir auf den Bildschirm, Kleines

Das 13,3-Zoll-Display hat man zwar verbessert, doch weiterhin sind Schwarzwert und Farbgüte nur mittelmässiges Niveau. Für den Einsatzzweck als Bürotier macht das keinen Unterschied. Im Gegenteil, die Helligkeit des Displays erlaubt den Einsatz im Freien, bei gut acht Stunden Akkulaufzeit. Auf die Farbtreue bei Foto- und Videobearbeitungen würde ich jedoch nicht vertrauen, dafür eignen sich der HDMI-Ausgang und ein zweiter Monitor weitaus besser. Die Betrachtungswinkel in der horizontalen sind wie gewohnt stabil und für mehrere gleichzeitige Betrachter geeignet, vertikal dagegen sorgen bereits kleine Änderungen für Farbverfälschungen, für Büroarbeiten spielt das aber keine besondere Rolle.

Die Displayscharniere sind geschrumpft und weniger starr als zuvor, dadurch wippt das Display nach und bei ruckelnden Zugfahrten wandert das Display langsam nach unten. Eigentlich kein Problem, da der maximale Öffnungswinkel auch dem Optimalen entspricht - sofern man den Laptop dort hat, wo er seinem Namen nach auch hingehört: auf dem Schoss.

Eingaben

Die Tastatur verbaut Dell dem Trend entsprechend im Chiclet-Syle. Die Oberfläche fühlt sich samtig gummiartig an und erlaubt schnelles Tippen. Das Beste an der neuen Tastatur ist die Geräuschentwicklung. Selbst die grössten «Hacker» werden sich in einer Bibliothek ruhig verhalten, da die Tasten nur verhalten klappern. Gepaart mit dem angenehmen Hub und Widerstand, eignet sich der Vostro für Schreiber ausserordentlich gut. Um es klar zu sagen, die Tastatur gehört zum feinsten, was der Markt hergibt! Nachteulen wird zudem die in zwei Stufen hinterleuchtete Tastatur erfreuen, die unter allen Verhältnissen klar ablesbar ist und beeindruckend schön aussieht.

Das Touchpad übernimmt die Abmessungen des Vorgängers. Ausreichend gross, mit gutem Feel steuert man über den Bildschirm. Der Anschlag der beiden Tasten wurde ebenfalls leiser und leichter, so dass man von einer kleinen, aber feinen Verbesserung sprechen kann. Einzig die strahlend orange-farbene Leuchte über dem Pad, welches den Status signalisiert, ist zu hell und stört ein wenig.

Fazit

Es ist den Texanern nicht leicht gefallen, ein fast perfektes Notebook zu verbessern. Dem V130 fehlte nur der richtige Akku um die perfekte Symbiose aus Leistung, Ausdauer und Schönheit zu erschaffen. Der Dell Vostro V131 geht deshalb Kompromisse ein: Für mehr Akkulaufzeit mussten die Anschlüsse an die Seiten rutschen. Für mehr Laufzeit schaut nun ein Stück des Akkus unten hervor. Und um das Gewicht möglichst gering zu halten, wurden die Materialien dünner. Im Gegenzug erhält man weitaus mehr Leistung, als man benötigt, USB3.0-Anschlüsse, eine beleuchtete Tastatur und einen Akku, der mühelos einen Arbeitstag mitmacht.

Der Preis beginnt schon bei erstaunlichen EUR 420 inklusive beleuchteter Tastatur. Zwar gibt es bei diesem Preis nur einen Intel Celeron mit 1,2 GHz, aber die robuste Metallhülle, die lange Akkulaufzeit inklusive grossem 13,3-Zoll-Display und die wirklich gute Tastatur sprechen für sich. Der Dell Vostro V131 ist nicht perfekt, aber das Preis-Leistungsverhältnis stimmt, der Service ist kompetent und es gibt keine gravierenden Mängel - eine klare Kaufempfehlung.

Besitzer des Vostro V130 werden sich etwas schwerer tun. Wie bereits angesprochen sind das aufgeräumte Design, die klaren Linien des Vorgängers und die an der Rückseite liegenden Anschlüsse klare Vorteile, die gegen den V131 sprechen. Andererseits ist der Kompromiss, den man eingeht zu verschmerzen: Geht es um Akkulaufzeit und Leistung, lohnt sich das «Upgrade» in jedem Fall, endlich FullHD ohne Ruckeln - pendelt man nur von Schreibtisch zu Schreibtisch, darf man ruhig die nächste Generation abwarten.

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