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07.03.12

Das neue iPad: Die wichtigsten Fakten zu Apples Tablet in Generation 3

Das neue iPad sieht dem iPad 2 zum Verwechseln ähnlich. (Quelle: Apple)

Am heutigen 7. März 2012 hat Apple auf einem Presseevent in San Francisco «das neue iPad» vorgestellt – so heisst das iPad 3 nämlich schlicht. Mit «Retina-Display», LTE-Mobilfunk, 1080p-Videoaufnahme und anderen Features will es punkten. Das kleinste iPad-2-Modell bleibt im Programm – USD 100 günstiger als bisher.

Mit dem neuen iPad will sich Apple gegen die erstarkende Konkurrenz aus dem Android-Lager und auch gegen die kommenden Windows-8-Tablets rüsten. Über 55 Millionen Geräte der ersten beiden Generationen hat Apple verkauft. Diesen durchschlagenden Erfolg hatte dem iPad bei seiner Präsentation 2010 kaum jemand zugetraut. Aber wie soll die Erfolgsgeschichte fortgesetzt werden?

«Retina-Display»

Ein Punkt ist dabei klar das Display. Hier haben sich die Gerüchte bestätigt: Es hat jetzt die vervierfachte Auflösung von 2'048 x 1'536 Pixel und wird von Apple ebenso wie beim iPhone als «Retina Display» bezeichnet. Es hat 264 Pixel pro Zoll. Das Display im iPhone 4 und iPhone 4S hat 326 Pixel pro Zoll. Im Innern werkelt ein «A5X» genannter Prozessor, um die neue Pixelflut zu managen.

5-Megapixel-Kamera, 1080p Video

Die Kamera des iPad 2 war in ihrer Qualität nicht besonders berühmt, das soll nun besser werden. Mit 5-Megapixeln nimmt sie Fotos auf und versteht sich auch auf 1080p Videoaufnahmen. Wie gut die Ergebnisse im Alltag aussehen, bleibt natürlich wie immer abzuwarten.

LTE-Mobilfunk (4G) – nur für die USA und Kanada

Das Gerücht, dass Apple im neuen iPad auf den neuesten Mobilfunkstandard LTE setzen könnte, hat sich ebenfalls bestätigt. Und auch der Zugriff via HSPA ist (zumindest in der Theorie) schneller geworden. Kommt das iPad 2 mit bis zu 7.2 Mbit/s bei HSPA zurecht, schafft das neue iPad 21 Mb/s bei HSPA+ und bis zu 73 Mb/s bei LTE – immer vorausgesetzt, diese Bandbreite steht im Mobilfunknetz überhaupt zur Verfügung.

Es gibt allerdings ein grosses Aber für alle Kunden, die nicht in den USA oder Kanada leben: Das neue iPad versteht sich offenbar nur mit den dortigen LTE-Netzen. So geht es zum einen aus dem Kleingedruckten der technischen Spezifikationen hervor: «4G LTE wird von AT&T und Verizon Mobilfunknetzen in den USA unterstützt und von Bell, Rogers und Telus Mobilfunknetzen in Kanada.» Der Grund: Das iPad funkt auf den dort üblichen Frequenzen, die sich von denen in Europa unterscheiden. Zum anderen hat die Telekom diesen Fakt inzwischen via Twitter bestätigt. Eine Änderung dieser Tatsache sei von Apple vorerst nicht geplant, schreibt @Telekom_hilft.

Preise

Die Preise haben sich nicht verändert, ebenso die Ausstattung mit Flashspeicher: Die WLAN-Modelle kosten USD 499, 599 und 699 für 16, 32 und 64 GB. Will man das Modell mit WLAN und LTE kostet es jeweils USD 130 mehr.

Zugleich bleibt das iPad 2 in seiner 16-GB-Variante im Programm und wird USD 100 billiger: USD 399 für das WLAN-Modell, USD 529 für das Modell mit WLAN und 3G-Mobilfunk.

Verfügbarkeit

In Deutschland und der Schweiz erscheint es am 16. März. In Österreich am 23. März.

Weitere Details

Das Design des Gehäuses scheint sich gegenüber dem Vorgänger nicht geändert zu haben. Dock-Connector und Home-Button sind entgegen mancher Gerüchte weiterhin vorhanden. Das neue iPad ist zudem ebenfalls wie das iPad 2 in schwarz und weiss erhältlich.

Ebenfalls soll die Akkulaufzeit von 10 Stunden gleich geblieben sein, 9 Stunden verspricht Apple im LTE-Betrieb. Gegenüber dem bisherigen Modell ist das neue eine Kleinigkeit dicker (9.4 mm statt 8.8 mm). Als weiteres neues Feature wurde eine Diktierfunktion genannt – nicht zu verwechseln mit Siri.

Ein Kuriosum bleibt der Name: Es war in der gesamten Präsentation nie die Rede von einem iPad 3, einem iPad HD oder einem iPad 2S – diese potenziellen Namen waren im Umlauf. Es hiess schlicht immer «The new iPad».

Was fehlt

Das von vielen erwartete Siri hat wie erwähnt nicht seinen Weg ins iPad gefunden – warum auch immer. Die Experten waren sicher, dass Apple seine neue Sprachsteuerung nun auch aufs Tablet bringen würde. Tatsächlich wurde am Anfang der heutigen Präsentation auch noch einmal erwähnt, wie toll und erfolgreich Siri doch sei. Das bleibt weiterhin dem iPhone 4S vorbehalten.

Erstaunlich finde ich persönlich, dass der Festspeicher bei 16, 32 und 64 GB bleibt. Mit genau dieser Aufteilung ist das iPad vor zwei Jahren vorgestellt worden. Da hätte Apple nun wirklich eine Schippe drauflegen können. Aber dann hätte die Marge wohl nicht mehr gestimmt.

Das Last-Minute-Gerücht, dass sich das Display in seiner Haptik anpassen kann, hat sich als falsch erwiesen.

Kurz gesagt: Es bleibt genug fürs iPad 4...

P.S.: Wer sich nicht mit dem neuen iPad anfreunden kann oder generell kein Apple-Gerät möchte, hat inzwischen viel Auswahl. Linus Schwab hat in seinem Beitrag fünf aktuelle iPad-Alternativen vorgestellt.

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