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08.01.15

Connected Cycle: Smartes Fahrradpedal als Alarmanlage und Fitness-Tracker

Sieht wie ein Pedal aus, nicht? (Foto: Connected Cycle)

Das Fahrrad wird zunehmend zu einem smarten Vehikel. Einen frischen Ansatz hat das französische Unternehmen Connected Cycle auf der diesjährigen CES vorgestellt. Das Pedal für Fahrräder ist eine Fitness-Tracker und sogar eine Alarmanlage.

Sieht wie ein Pedal aus, nicht? (Foto: Connected Cycle) Sieht wie ein Pedal aus, nicht? (Foto: Connected Cycle)

Das Smart-Pedal des Startups nimmt nicht – wie man womöglich meinen könnte – eine Verbindung über Bluetooth mit dem eigenen Smartphone auf. Stattdessen verfügt es über ein eigenes GPS-Modul und ein GPRS-Modem. Beim Kauf des Pedals erhält man eine zweijährige Verbindung mit der Cloud des Herstellers, danach fallen monatliche Kosten an.

 

Eben eine Geschäftsidee

Diese Tatsache macht schon deutlich: Das Pedal ist eigentlich nur Mittel zum Zweck, um den eigenen Dienst zu etablieren und das Unternehmen langfristig zu finanzieren. Eine Bluetooth-Verbindung hätte nicht zu einer Notwendigkeit der Soft-SIM geführt, mit der das Fahrrad quasi permanent mit dem Internet verbunden ist. Wie teuer es nach den zwei Jahren wird? Das ist wohl derzeit noch unklar.

Trotzdem verfügt das „Connected Pedal“ über einige Vorzüge, die das GPS-Modul und das GPRS-Modem mit sich bringen: Man ist jederzeit in der Lage, das Fahrrad zu orten, wenn es beispielsweise gestohlen wurde. Soweit soll es nicht kommen, denn das Zubehör schlägt auf Wunsch auch Alarm, wenn sich das eigene Smartphone zu weit vom Fahrrad entfernt.

Aufladen

Das Pedal versorgt sich selbst mit Energie, der integrierte Akku wird beim Fahren aufgeladen. Eine halbe Stunde bringt bis zu zwei Tage an Energie für eine Verbindung zum Internet.

Und da ist natürlich noch die eigentliche Hauptfunktion: Mittels App und ausgewerteten Daten aus der Cloud erhält man präzise Informationen über Durchschnittsgeschwindigkeit, gefahrene Routen und überwundene Höhenmeter. Geografische Daten stammen aus dem Internet, Barometer und dergleichen besitzt die Peripherie nicht.

Die App ist für iOS verfügbar, für Android ist sie geplant. (Foto: Connected Cycle) Die App ist für iOS verfügbar, für Android ist sie geplant. (Foto: Connected Cycle)

Golem zufolge ist das bisherige Modell des Pedals noch nicht ganz fertig: Eine Android-App sei zwar vorgesehen, bisher sei die Software nur für iOS verfügbar. Ein zusätzliches Code-Schloss zum Sichern des Geräts ist noch nicht vorhanden, und wie genau die Technik funktioniere, wollten die Macher wohl auch nicht verraten. Man hätte allerdings lange an den integrierten Antennen gearbeitet, um so optimalen Empfang zu erhalten, auch wenn sich Füße auf dem Pedal befinden. Und die Installation eines Pedals dauere keine zwei Minuten.

Mehrere Modelle

Ferner sei später eine Variante für Mountainbiker geplant, die von den smarten Features sowie Statistiken auch ohne Mobilfunk-Anbindung profitieren können. Hier kommt dann doch Bluetooth zum Einsatz. Die Frage ist nur: Wieso dann nicht gleich nur solch eine Fassung anbieten? Nunja.

Verschiedene Farben sind geplant. (Foto: Connected Cycle) Verschiedene Farben sind geplant. (Foto: Connected Cycle)

Mit etwas Glück wird Connected Cycle das Pedal in verschiedenen Farben bereits dieses Jahr veröffentlichen. Dass das GPRS-Modem zwangsläufig mit künftigen Kosten verbunden ist, schmeckt mir selbst nicht unbedingt. Andererseits könnte dies im besten Fall auch ein sehr guter Diebstahlschutz werden – wenn alles so klappt, wie es die Schöpfer versprechen.

Weitere Details gibt’s direkt auf der offiziellen Webseite.

(via & via)

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