08.03.14

Wunderschöner Retrofuturismus: Der Computer im Schreibpult

Ein "Temple" für Elektronikfans...

Der schwedische Designer Love Hultén versteht es meisterhaft, moderne Technik mit klassischem Design und althergebrachten Materialien wie Holz zu kombinieren. Sein neuester Wurf: "Tempel", ein Schreibpult im Stile des 19. Jahrhunderts, aber mit einem Innenleben aus der Gegenwart. Sehenswert!

 

Nach allem, was ich schon von Love Hultén gesehen habe, gebe ich eines gleich unumwunden zu: Ich bin ein Fan. Meine erste Begegnung mit ihm waren die "Computer aus einem Paralleluniversum". Der Schwede verpackte aktuelle Technik in retrofuturistische Gehäuse, als würde er fragen: Was wäre eigentlich, wenn es unsere heutige Technik schon vor 100 oder 200 Jahren gegeben hätte? Ähnlich klasse und dabei sogar noch mit einer praktischen Idee: R-Kaid Redelux, eine Spielkonsole im Holzgehäuse mit eingebautem Projektor. Und nun also das so unbescheiden benannte Projekt "Tempel". Und wieder ist es vor allem die Liebe zum Detail, die mich begeistert.

Äußerlich ist das neue Objekt einem Schreibpult aus der Mitte des 19. Jahrhunderts nachempfunden. Und wer ihn mit zugeklappter Arbeitsplatte sieht, wird vielleicht nicht einmal bemerken, dass es etwas Besonderes ist. Walnuss- und Eschenholz, Messingbeschläge, 26 Schubladen, etwa 110 x 110 x 40cm groß. Schön, ja. Aber besonders...? Obwohl, halt: Ist da etwa ein Planetarium in die Platte eingelassen? Und warum führt eigentlich ein Stromkabel zum Tisch?

Aufgeklappt findet man eine Werkbank vor sich, inklusive integrierter Lötstation. Und spätestens hier wird klar: Hier haben wir es nicht einfach mit einem alten Schreibtisch zu tun. Das hier ist anders...

Und wer besonders findig ist, der entdeckt dann auch noch den zunächst verborgenen Monitor: 24 Zoll Diagonale hat das gute Stück und ist direkt vor der Rückplatte im Schrank versenkt.

Schaut euch einfach einige der Bilder oben in der Galerie an und ihr werdet noch mehr Details entdecken. Love Hultén ist wirklich mit Herzblut bei der Sache dabei, das dürfte klar sein.

Nicht für die Massenproduktion, aber...

 

Wie so oft bei Love Hultén ist auch der Tempel nicht für die Massenproduktion gedacht. Allerdings hat er schon früher erwähnt: Wenn das Interesse groß genug ist, kann man mit ihm reden. Einzelstücke könnten denkbar sein oder eine kleine Serie.

Über den Kaufpreis muss man dann sicher individuell verhandeln. Dazu gibt es keine offizielle Information.

Weitere Bilder findet ihr hier auf der Website zum "Tempel". Gefunden haben wir ihn bei Designboom.

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