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10.12.14

Cobi: Smartphone wird Bordcomputer fürs Fahrrad

Ein Fahrrad aus der Zukunft? Sozusagen. (Foto: iCradle)

Das Frankfurter Startup iCradle präsentiert mit Cobi eine Lösung, mit der das eigene Fahrrad zu einem smarten Begleiter wird. Alarmanlage, Navigationsgerät und ein modernes LED-System sorgen für Sicherheit. Und schon jetzt scheint das Interesse an der Peripherie groß zu sein.

Ein Fahrrad aus der Zukunft? Sozusagen. (Foto: iCradle) Ein Fahrrad aus der Zukunft? Sozusagen. (Foto: iCradle)

In erster Linie ist Cobi eine Apparatur, mit der man sein Smartphone an der Lankerstange eines Fahrrads befestigt. Offiziellen Aussagen zufolge sei jeder Lenker mit einem Durchmesser von 25 bis 34mm geeignet, aktuelle Smartphones wie das Samsung Galaxy S4, das Galaxy S5, das Nexus 5 oder das iPhone (5, 5S, 5C, 6, 6+) werden zu Beginn unterstützt. Interessant wird Cobi allerdings durch andere Elemente als die Halterung, die zusätzlich vor Regen und Stürze geschützt ist.

 

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten

Cobi verfügt über eine LED-Frontleuchte, die auf den Bildern schon recht futuristisch anmutet. Hinzu gesellt sich ein Rücklicht, das mit einem Blinker ausgestattet ist. Zudem wird dieses heller, sobald man die Bremsen betätigt. Gesteuert werden kann die Lampe auch über den zusätzlichen Daumen-Controller. Mit diesem bedient man auch Funktionen des Smartphones, beispielsweise die Musikwiedergabe. Ebenfalls integrierten die Verantwortlichen eine Art Alarmanlage: Entfernt sich das Fahrrad ungewollt, ertönt eine Sirene und leuchten die Lampen - dank verbauter Bewegungssensoren. Sicherlich mag dies nicht unbedingt vor dem Diebstahl einzelner Teile schützen, für manche könnte diese Funktion aber schon abschreckend genug sein.

Modernes Design. (Foto: iCradle) Modernes Design. (Foto: iCradle)

Natürlich ist Cobi auch ein Navigationsgerät. Hier kommt eine App basierend auf den Telenav Scout und OpenStreetMap zum Einsatz. Interessant ist sicherlich, dass das Zubehör in der Lage ist ANT+-Sensoren wie Pulsmesser zu berücksichtigen. Das dürfte perspektivisch viele weitere Einsätze ermöglichen, generell sehe ich hier Potential für Gamification-Ansätze für leidenschaftliche Fahrradfahrer und Sportler.

Wie sich die Schöpfer ihr eigenes Produkt vorstellen? Das zeigen sie in einem Video:

www.youtube.com/watch

Bereits jetzt erfolgreich

Erstaunlich: Innerhalb von nur vier Tagen sammelte iCradle die angepeilten 100.000 US-Dollar bei Kickstarter von Interessierten ein. Somit ist die Finanzierung schon einmal sichergestellt, im Sommer 2015 soll Cobi veröffentlicht werden. Preislich liegt das Drahtesel-Gadget bei 205 US-Dollar (rund 160 Euro) – dafür bekommt man die Komplettlösung mit dem nötigen, wechselbaren 6000 mAh Akku und Rückleuchte geboten. Wer sich mit der Halterung und der Frontleuchte zufriedengeben möchte, zahlt aktuell noch 115 US-Dollar (zirka 90 Euro). Bis Anfang des nächsten Jahres kann man sein Geld beim US-Crowdfunding-Portal vorschießen.

Das Display zeigt aktuelle Informationen. (Foto: iCradle) Das Display zeigt aktuelle Informationen. (Foto: iCradle)

Vermutlich treffen die Macher bei iCradle mit Cobi den Nerv der Fahrrad-Fans. Ob das Konzept aufgeht? Man darf auf jeden Fall gespannt sein.

Weitere Details finden sich bei Kickstarter und auf der offiziellen Webseite.

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