10.05.14

CleverPet: Smarter Futternapf möchte Hunde beglücken

Links der Hund, rechts CleverPet. (Foto: CleverPet)

Geht’s meinem Hund gut, geht es auch mir gut. Besitzer eines Fellfreundes können diese Aussage sicherlich nur bestätigen. Aber würden sie ihrem Vierbeiner auch CleverPet vorsetzen? Die Maschine liefert auf Knopfdruck Trockenfutter. Und Wi-Fi gibt es für den smarten Napf auch noch.

 

Das in San Diego, USA, ansässige Unternehmen CleverPet hat sich das Ziel gesetzt, Hunde zu bespaßen und zu fordern - während die Besitzer zum Beispiel nicht zu Hause sind. Die gleichnamige Apparatur ist eine Art elektronischer Futternapf, der mit drei berührungsempfindlichen Leuchtflächen ausgestattet ist.  Indem Herrchen und Frauchen genau diese individuell programmieren und ihr Hund die gewünschten LEDs betätigt, wird automatisch ein Leckerli offenbart, das sich Bello, Rex und Co. schnappen dürfen.

 

Spielen und mehr

In CleverPet steckt aber noch mehr Technik. Ein Mikrofon nimmt Bellgeräusche wahr, via Wi-Fi baut das Gerät Verbindung zum Internet auf. Und mittels einer App für iOS und Android programmiert man individuelle Leuchtmuster als Trainingseinheit für den Hund. Erst durch die richtige Kombination gibt’s das Futter aus der Maschine. Optional kann man CleverPet dazu benutzen, den Hund bei einer längeren Abwesenheit mit Futter zu versorgen, ein Großteil der erhältlichen Trockenfutter-Größen sei für die Maschine geeignet. Ein Lautsprecher spielt auf Wunsch zuvor aufgenommene Sprüche vom Besitzer ab - wenn es nötig sein sollte.

Dank Arduino-Kompatibilität ist CleverPet sogar veränderbar mit eigenen Codes. Eine API möchten die Macher Entwicklern zur Verfügung stellen.

Menschenersatz?

Die Verantwortlichen betonen ferner, dass CleverPet für Hunde designt wurde: Es gibt keine Teile, die zerbissen werden könnten. Auch würde die Grobmotorik der Fellnasen berücksichtigt. Und auf Wunsch funktioniert das Gadget komplett autonom, sodass man nur sporadisch Futter nachfüllen muss.  Über die App oder eine spezielle Webseite kann man jederzeit einsehen, wie häufig CleverPet verwendet wurde und wie erfolgreich der Lernprozess des Hundes war. Jederzeit soll es eine neue Herausforderung geben - heißt es. Ermöglicht wird dies durch einen kontinuierlich steigenden Schwierigkeitsgrad: Anfänglich muss der Hund nur eine Taste tippen, später eine bestimmte oder gar eine Kombination. Schafft er es nicht, wird es ihm wieder leichter gemacht.

Persönlich bin ich skeptisch. Für mich ist CleverPet kaum mehr als ein kleines Spielzeug, das es in mechanischer Form aus Holz und mit kleinen Hütchen in fast jedem Tierfachgeschäft gibt - für ein paar Euro. Das Gerät ist kein Ersatz für Bewegung, für Kontakt mit Artgenossen und auch keine Option dafür, seinen Hund lange Zeit tagtäglich alleine zu lassen. Wer CleverPet dagegen eher als interaktiven, smarten Futternapf für Hund und Mensch (Statistiken, App-Kontrolle etc.) sieht, könnte hier natürlich ein witziges Produkt erhalten, dem höchstens noch eine integrierte Kamera fehlt.

Nur mal ehrlich: Mit einem Preis von umgerechnet rund 200 Euro ist CleverPet arg teuer. Wer bei Kickstarter Geld vorschießen mag, kann sich aktuell ein Exemplar ab zirka 115 Euro sichern. Zumindest scheint das Interesse an dem Hundezubehör sehr groß zu sein: Die 100.000 US-Dollar, die die Macher für die Finalisierung ihrer Erfindung benötigen, werden wohl bis zum Ablauf der Finanzierungsphase am 2. Juni 2014 locker geknackt. Hoffentlich freuen sich nicht nur die Hundebesitzer über ihren Erwerb, sondern auch diejenigen, die sich damit ihre Zeit vertreiben sollen.

Sicher ist das auch subjektiv - aber voll überzeugend sind die Macher in ihrem offiziellen Werbevideo nicht, oder was meint ihr?

Weitere Details gibt’s bei Kickstarter und auf der offiziellen Webseite. Ab Februar 2015 soll CleverPet regulär erhältlich sein.

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