03.07.14

Cerevo Enebrick ausprobiert: Reserveakku macht USB-Tastaturen Bluetooth-fähig

Cerevo Enebrick Akku und Bluetooth-Adapter (Bilder: Frank Müller)

Enebrick von Cerevo ist ein Reserveakku, der sich auch als Ständer für mobile Geräte verwenden lässt. Das eigentlich Besondere aber: Enebrick verbindet eine beliebige USB-Tastatur über Bluetooth mit Smartphone oder Tablet - ideal für Vielschreiber.

 

Jahrelang habe ich auf Apples Wireless Keyboard geschrieben, weil ich die Tastatur für Tablet, Smartphone und Rechner verwenden konnte und mich nicht bei jedem Gerät an ein anderes Tippgefühl und leicht anders angeordnete Tasten gewöhnen musste.

Dann verfiel ich Tastaturen mit mechanischen Schaltern, die sich leider nur per USB anschließen lassen und damit für iPad und iPhone ausfallen. Enebrick schließt diese Lücke, denn der Energieklotz ist mehr als nur Reserveakku und Halter für mobile Geräte. Wir haben schon einmal über Enebrick berichtet , jetzt hatte ich Gelegenheit, einen der ersten auszuprobieren.

Das folgende Video zeigt, dass man auch mit einem original iPad der ersten Generation und einer USB-Tastatur mit mechanischen Schaltern sehr gut schreiben kann.

Bei meinem Exemplar wurde vor dem Versand noch schnell die neueste Firmware aufgespielt, es hat nicht einmal dazu gereicht, den Namen zu aktualisieren, darum trägt mein Enebrick den etwas kryptischen Namen CF05_Put-04_Jane. Das tut der Funktion aber keinen Abbruch, wie man sieht.

Einfach Enebrick durch einen Druck auf den einzigen Knopf einschalten, mit dem Tablet oder Smartphone via Bluetooth koppeln und die Lieblings-USB-Tastatur anschließen. Man kann alle Tasten und auch Kombinationen wunderbar nutzen, um zu schreiben, Text zu markieren und zu bearbeiten.

Der Ständer hält das iPad mit seiner Hülle in einer Position, die für meinen Geschmack etwas zu steil ist. Ohne Hülle ist sie dagegen perfekt. Außerdem kann man natürlich auch eine andere Halterung verwenden, wenn man will. Das Tolle am Enebrick ist ja weniger die Halterung als vielmehr die Möglichkeit, endlich auch für Tablet und Smartphone seine Lieblingstastatur mit mechanischen Schaltern verwenden zu können.

Das funktioniert mit allen Tastaturen, die ich getestet habe. Man muss sich als Apple-Nutzer nur daran gewöhnen, dass Command- und Alt-Taste vertauscht sind, eben so, wie es auf der Tastatur angegeben ist. Auch die Entfernen-Taste löscht nicht nach rechts, sondern wie die Löschen-Taste nach links. Das sind aber Kleinigkeiten, an die man sich schnell gewöhnt. Gut möglich auch, dass ein Firmware-Update diese Kinderkrankheiten behebt. Das letzte hat zum Beispiel einen automatischen Schlafmodus hinzugefügt, wenn 30 Minuten nicht getippt wird.

Bis jetzt steht auf der englischen Website des japanischen Herstellers Cerevo beim Enebrick noch „Coming soon“, während man ihn in Japan schon bestellen kann, zu einem Preis von umgerechnet rund 92 Euro.

Das ist nicht gerade wenig für einen Akku mit 6.000 mAh, zumal der Auszug, mit dem man den Akku in einen Halter verwandelt, etwas klapprig wirkt. So mancher dürfte aber noch mehr zahlen, wenn er dadurch seine USB-Lieblingstastatur Bluetooth-fähig machen und an Tablets und Smartphones verwenden kann.

Ich persönlich finde die Idee genial für Vielschreiber mit Lieblingstastatur. Die große Frage ist jedoch, ob und wann der Enebrick nach Europa kommt.

Weitere Informationen gibt es auf der Seite von Enebrick.

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