13.03.14

Carbon: Armbanduhr mit Solarakku

Carbon - Armbanduhr hat ein Geheimnis

Der Hersteller Energy Bionics aus Florida will die Sonne nutzen, um am Handgelenk einen umweltfreundlichen Reserveakku für das Smartphone zu platzieren. Auf vielfachen Kundenwunsch wird die Version nun noch um eine nützliche Komponente erweitert: eine Analoguhr.

 

Das ist so genial, man hätte drauf kommen können: Die Firma Energy Bionics und ihr weit gereister Gründer Sean Ebersold wollten einen Solarakku dort platzieren, wo sonst für viele eine Armbanduhr prangt. Doch die Kunden waren damit alleine noch nicht zufrieden und wollten die "Carbon" auch als Uhr nutzen.

Und diese Funktion bekommen sie jetzt. Denn die neue Carbon ist beides in einem: Reserveakku mit Solarladefunktion und eine analoge Armbanduhr. Das ursprüngliche Produkt wird damit um ein Vielfaches attraktiver, obwohl oder gerade weil es keine Smartwatch ist.

Die Carbon sieht etwas klobig aus, wirkt aber ansonsten wie eine modische Armbanduhr. An der Oberfläche ist noch nichts digital. Bei der Uhr handelt es sich um einen handelsüblichen, wenn auch lichtdurchlässigen Chronometer. Darunter aber befindet sich eine Solarzelle, die Licht nicht nur aus Sonnen-, sondern auch aus künstlichem Licht einfangen und speichern kann.

Der integrierte Akku soll Smartphones und Tablets mit einer Extra-Lademenge von 800 mAh aufladen können, was für weitere drei bis vier Stunden Saft reicht. In einem Video erklärt Ebersold, wie die Carbon funktioniert und wie man ein Smartphone daran auflädt:

Noch bis zum 31. März wirbt Energy Bionics dafür auf Kickstarter um insgesamt 48.000 US-Dollar Fördergelder. Die Akku-Uhr mit schwarzem Gehäuse, einem austauschbaren Silicon- und Lederarmband erhält der Förderer inklusive internationalem Versand für umgerechnet rund 105 Euro. Soll es nur der Solarakku ohne Uhr sein, wird es mit gut 94 Euro kaum billiger. Beide Produkte sollen im Sommer fertig sein und im August verschickt werden.

Unsere Handgelenke waren jahrelang nackt und sind nun begehrter denn je. Fitness-Armbänder sollen dorthin, sagen die Hersteller, oder Smartwatches. Was immer dort prangen soll, muss inzwischen über mehr als nur eine Funktion verfügen. Reicht da also ein Extra-Akku mit Analoguhr aus, oder ist uns das nicht smart genung? Für mich persönlich wäre Carbon wohl nichts. Der Umweltgedanke ist edel. Aber sollte ich wirklich einmal Extrasaft für mein Smartphone brauchen, hole ich mir lieber das Akkupack mit deutlich mehr Kapazität aus der Tasche. Doch das mag anders sehen, wer viel unterwegs oder auf Reisen ist oder wer gerne eine modische Armbanduhr trägt. Denn dazu kann man Carbon trotz der Technik durchaus zählen.

Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Kickstarter-Seite und auf der Website von Energy Bionics.

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