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19.08.14

Braun Funkreisewecker im Test: Handlicher Reisewecker im schicken Design

Der Braun Funkreisewecker im schicken Minimal-Design (Bild: Braun)

Ein Wecker muss nicht nur praktisch, sondern sollte auch schick sein. Ob der rund 30 Euro teure Braun Funkreisewecker diese Anforderungen erfüllt? Zumindest optisch ist er ein echter Hingucker. Im Test offenbarte das Designerstück allerdings ein paar Mängel.

 

Was muss ein Wecker alles können? Die aktuelle Uhrzeit anzeigen und einen zuverlässig wecken. Und eventuell noch ein besonderes Goodie bieten. Das dachte ich zumindest bis vor kurzem und legte mir den Star Wars Wecker R2D2 zu, der sich in meinem Test leider als Flop herausstellte. Deswegen fand bei mir ein Umdenkprozess statt: Weg mit dem Schnickschnack, zurück zu den Basisfunktionen. So landete ich beim Braun Funkreisewecker.

Als ich im Kaufhaus meines Vertrauens in der Uhrenabteilung nach Weckern schaute, begrüßten mich zuerst die Standard-Modelle mit ihrer zeitlosen und unspektakuläre Plastik-Optik sowie günstigen Preisen zwischen zehn und 20 Euro. Doch dann stach mir der Braun Funkreisewecker ins Auge. Mit seinem schlichten, aber überzeugenden Design hatte er es mir sofort angetan.

Auch bei der angenehmen Haptik, die durch das hochwertig erscheinende Plastik zustande kam, war der Kauf-Impuls gegeben. Was mir ebenso auf den ersten Blick gefiel: Die Tasten des Braun Funkreisewecker sind schön ins Gehäuse integriert. So stechen nicht heraus, sondern fügen sich elegant in die Form ein.

Gutes Aussehen ist nicht alles

„Design follows function“ lautet ein alter, aber wahrer Spruch. Da mich das Design bereits überzeugt hatte, musste die Funktionstüchtigkeit den Beweis antreten, dass sie den Preis von immerhin 30 Euro rechtfertigt. Also unterzog ich den Reisewecker bereits im Laden meinen ersten Tests. Die große Frage war: Kann man ohne die Anleitung zu lesen die Uhrzeit und die Weckzeit stellen? Nach wenigen Sekunden stand meine Antwort fest: Ja, die Bedienung des Braun-Gerätes erschließt sich einem auch ohne das Studium des Handbuchs.

Auf der linken Seite gibt es einen kleinen Schalter und zwei Knöpfe. Mit ihm legt man fest, was man einstellen will – Uhrzeit oder Weckzeit. Oder keines von beidem, das ist die Standard-Position des kleinen, aber leicht hin und her zu schiebenden Schalters. Mit den beiden Knöpfen darunter lässt man die Zahlen der Uhr- oder Weckzeit nach oben oder nach unten durchlaufen. Das war’s. Ganz einfach. Den Wecker aktiviert man, indem man den breiten Knopf auf der Oberseite drückt, worauf er ein paar Millimeter hervor steht. Fertig.

Weck mich!

Die nächste zu klärende Frage war: Wie reißt mich der Braun Funkreisewecker aus dem Schlaf? Mit einem schrillen Gepiepse oder mit sanften Melodien? Die Antwort liegt in der Mitte: Der handliche Wecker piepst, aber in einer angenehmen Lautstärke, so dass man keinen Tinnitus befürchten muss, wenn man direkt daneben liegt. Er ist weder zu laut, aber nach meinem Gefühl auch nicht zu leise, so dass man das Piepsen überhören könnte.

Drückt man nun auf den rechten Bereich des langen, oben liegenden Knopfes, nutzt man so die Snooze-Funktion. Drückt man auf den linken Bereich, wird der Weckruf dauerhaft deaktiviert. Designtechnisch ist das eine gute Lösung. Aber in der Realität stellt sich das als Manko heraus: Im verschlafenen Zustand kann es leicht passieren, dass man aus Versehen die falsche Funktion nutzt. Und so verschläft.

Welche Macken gibt es noch?

Bei Amazon gibt es einige negative Kommentare bezüglich der Helligkeit der Zahlen. Normalerweise ist das Display nicht beleuchtet und ist somit nur in einer hellen Umgebung ablesbar. Erst wenn man auf die Alarmtaste drückt - hier wie bei der Snooze-Funktion auf den rechten Bereich - leuchten die Zahlen kurz auf. Ich persönlich finde das gut. Denn ein dauerhaft illuminierter Wecker würde mich beim Einschlafen stören. Wirklich negativ ist hierbei, dass man so aus Versehen den Weckruf deaktivieren könnte.

Fazit

Klein, leicht, einfach zu bedienen und sexy designt – der Braun Funkreisewecker hat aus meiner Sicht sehr verdient den reddot design Award erhalten. Der schicke Reisebegleiter ist eine Anschaffung wert, gerade, wenn einem die Optik wichtig ist. Dafür muss man aber ein paar kleine Mängel im Alltagsgebrauch hinnehmen.

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