Hier finden Sie weitere Artikel aus der Themensammlung Technik

21.10.10

Brammo Enertia Plus: Moped für das gute Gewissen

Brammo Enertia

Der US Hersteller Brammo hat ein kleines Motorrad entwickelt, dass einen Elektroantrieb hat.

So richtig überzeugen mich Elektroantriebe in Sachen Zukunft nicht. Zum einen sind sie wegen der langen und oft komplizierten Ladeprozedur unhandlich, zum anderen ist der Akku einfach zu schnell leer und damit die Reichweite ziemlich klein. Was beim Auto nervt, ist bei einem Motorrad aber vielleicht nur halb so problematisch. In der Stadt ist ein Roller gar keine schlechte Idee. Man kann leichter parken, und sehr lange Strecken fährt auch meist selten. In den USA erscheint demnächst ein kleines Motorrad, dessen Reichweite sogar richtig gut ist.

In einen Aluminiumrahmen hat Brammo einen selbst entwickelten Akku gepackt, der 6 KWh leistet. Damit erreicht das Motorrad eine Höchstgeschwindigkeit von immerhin knapp 100 km/h, in der Performance-Variante sind es sogar knapp 180 km/h. Verlegt man sich aber nur auf Stadtfahrten, reicht die normale Variante völlig aus. Die Reichweite soll bis zu 128 Kilometer betragen, wobei das vermutlich mal einen Bestwert darstellt und 100 Kilometer eher realistisch sind. Aber die sind schon eine brauchbare Reichweite, jedenfalls muss man das Motorrad nicht jeden Tag neu aufladen.

Der Akku hat nämlich ein paar Schwächen. Zum einen benötigt eine komplett leere Batterie satte acht Stunden, bis sie wieder voll aufgeladen ist, zum anderen gibt Brammo die Lebensdauer des Akkus mit gerade mal 500 (!) Ladezyklen an. Das sind um gerechnet knapp 48.000 Kilometer, wenn man denn ideale Lade/Verbrauchszyklen erreicht.

So grundsätzlich ist so eine Elektro-Motorrad ja eine gute Idee, allerdings gibt es das Problem für Stadtbewohner, wie man sein Motorrad wieder auflädt. Auf der Strasse gibt es nur wenig Ladestationen, in seine Wohnung will man das Ding auch nicht schleppen, und ein Verlängerungskabel ist für Mieter selten eine Lösung.

Ab 2011 kommt das Motorrad in den USA auf den Markt. Preis: 9000 Dollar.

Webseite von Brammo.

Förderland-Newsletter

Wissen für Gründer und Unternehmer