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13.09.16

Gadgets

Boxx Elektroroller: Ungewöhnlicher Öko-Flitzer

Frank Müller / Jürgen Kroder

Der rollende Aktenkoffer ist da. So zumindest sieht der Elektro-Scooter namens Boxx aus. Der wurde schon 2012 angekündigt, nun kann er gekauft werden.


Boxx Scooter (Bild: Boxx Corp.)

Verspäteter Start für den Boxx Scooter

2012 wurde auf der International Auto Show in Portland das ungewöhnliche Konzept vorgestellt. Das sorgte für Aufsehen und Interesse. Deswegen planten die Entwickler eine limitierte Auflage von 100 Stück, die 2013 die Straßen erobern sollte. Mit einigen Jahren Verzögerung begann 2016 die richtige Produktion.

Das bedeutet: Über den eigenen Onlineshop kann der nur ein Meter lange bzw. kurze Elektroroller bestellt werden. Lohnt sich der Kauf?

Quadratisch. Praktisch. Ökologisch.

Der Elektroroller, den das Unternehmen Boxx Corp. im Angebot hat, sieht schon sehr gewöhnungsbedürftig aus. Der Scooter ist eine glatte Aluminium-Box (der Name ist Programm) mit Lenker und Fußrasten.

Ob es sich darauf bequem fahren lässt? Das offizielle Produktvideo zeigt zumindest einen entspannt wirkenden Fahrer, der gemütlich durch die Stadt düst.

BOXX Corp. BOXX ® Scooter from BOXX Corp on Vimeo.

Die technischen Daten von Boxx

Unter der rechteckigen Hülle steckt allerlei Technik. Der Hersteller bietet zum Beispiel verschiedene Elektromotoren an, welche Boxx auf über 80 km/h beschleunigen können. Je nach Modell soll man mit einer Batterieladung bis zu 100 Kilometer weit kommen. Die Ladezeit beträgt zwischen ein und vier Stunden – je nachdem, für welche Lade-Methode (Standard oder Fast Charging) man sich entscheidet.

Der Boxx Scooter bietet kaum Knöpfe oder Hebel, stattdessen wird der Mini-Roller über ein Touch-Display mit einem eigenen Betriebssystem bedient. Obwohl der bunte Kasten recht leicht aussieht, bringt er trotzdem zirka 60 Kilogramm auf die Waage. Die maximale Beladung (also der Fahrer, mehr geht eh nicht drauf) liegt bei 135 Kilogramm.

Das coole Gefährt für gut betuchte Trendsetter

Die Zielgruppe, die mit dem „rollenden Aktenkoffer“ angesprochen werden soll, scheint klar: Pendler, die mit Bus und Bahn fahren und danach noch eine mittellange Strecke zurücklegen müssen. Oder trendige Manager, die innerhalb einer Stadt zu Besprechungen fahren wollen.

Eines sollten die Interessenten auf jeden Fall haben: Geld. Je nach Ausstattung kostet ein Boxx-Scooter zwischen 3.000 und 5.000 US-Dollar. Für den internationalen Versand fallen aktuell (Stand: September 2016) keine Kosten an.

Vorerst keine Chance in Deutschland

Flott von A nach B gelangen, ohne dafür ein sperriges Motorrad oder gar Auto benutzen zu müssen – diese Idee ist nicht neu. Zum Beispiel gibt es den Scrooser aus Dresden, einer Mischung aus Tretroller und Elektroroller. Auch dieses Konzept fällt nicht gerade günstig aus und schaffte bislang nicht den Sprung in den Massenmarkt.

Beim Boxx Scooter gibt es neben dem Preis einen weiteren Wermutstropfen: Das kuriose Gefährt besitzt noch keine Zulassung in Deutschland. Ob und wann diese kommen wird, steht noch in den Sternen.

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