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03.06.15

BMW i3 im Test 3/5: Plattfuß in Landsberg

BMW i3

Nur von Windgeräuschen (und UKW-Radio) begleitet fuhr unser Tester eine halbe Stunde schwungvoll bis in die Altstadt von Landsberg. Da war der schöne BMW i3 ob der flotten Fahrweise dann aber auch schon kaputt und musste in die Boxengasse.

BMW i3

Ich traute mich nach einigen Beschleunigungsorgien und einer Autobahnfahrt mit Vollgasstrom freiwillig hinab in die Rushhour der Altstadt von Landsberg - mit einem Benziner mit Schaltgetriebe kein Vergnügen, Stau und starke Steigungen vermiesen einem die fast mittelalterliche Idylle und die Auspuffgase auch den Fußgängern und Straßenkaffeegästen. Mit dem i3 dagegen kein Problem. Dachte ich.

Doch plötzlich - "roter Alarm" - "Gefährlicher Druckverlust - halten Sie sofort vorsichtig an und überprüfen Sie die Räder". Äh ja, ok, also anhalten, so man noch kann. Kann man natürlich mitten im Stau durch die Landsberger Altstadt ohne Ausweichoptionen nicht, wenn man nicht als Verkehrshindernis gelyncht werden will. Außerdem käme so auch keine Luft in die Reifen. Andererseits war ja mit gerade mal Schrittgeschwindigkeit kein Drama zu befürchten, wenn ich erstmal noch weiterfuhr. Nur die Warnmeldung mit Alarmton irritierte.

Vorsichtig den Berg hinauf und zur Überprüfung der Luft auf eine Tankstelle, in der Hoffnung, dort als Elektroautofahrer und damit klarer "Nichtkunde" nicht gleich wieder hinausgeworfen zu werden. Luft nachgefüllt. Alarmmeldung blieb zunächst - der Luftdruck wird nur während der Fahrt gemessen.

Danach war erstmal Ruhe - und der Test für heute beendet. Zuhause hatte man mich ohnehin schon vermisst.

Am nächsten Tag erneuter "Luftalarm". Einerseits hatte tatsächlich ein Reifen ein leichtes Leck, andererseits ist der i3 mit besonders schmalen Reifen ausgerüstet, die mit 3 bar deutlich stärker aufgepumpt werden müssen als normale PKW-Reifen. Das spart Energie. Ich hatte aber nur die üblichen 2,2 Bar eingefüllt...

Nun konnte ich die Dame, die über das "Rentnerauto" gelästert hatte, doch noch zu einer Testfahrt überreden. Wie so etwas bei einem Tesla enden kann, wusste sie offensichtlich nicht:

www.youtube.com/watch

Also brav den Eco-Pro-Modus eingeschaltet und losgezockelt Richtung Autobahn. Langsam mit 30 auf die Beschleunigungsspur - "der ist ja so schmal, da muss man schon etwas vorsichtig sein in der Kurve" - und geschaut, ob alles frei ist. Es ist.

Also die magischen Worte "Scotty, Energie" gesprochen und das Pedal für Warpgeschwindigkeit durchgedrückt...

Der Spruch vom "Rentnerauto" kam nie wieder. Tatsächlich kam die nächste Viertelstunde überhaupt kein Wort mehr vom Beifahrersitz. Nur ein entgeisterter Blick.

Ok, jede Menge Blödsinn kann man also anstellen mit dem i3, so wie es sich für einen BMW gehört. Aber ist so ein Elektroauto auch alltags- und familientauglich?

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