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16.11.14

Bluesmart: Ladegerät, Waage, Location Tracking und mehr – dieser smarte Koffer ist ein Tausendsassa

Bluesmart (Bild: Indiegogo / Bluesmart)

Er sagt, wie schwer und wie weit er gereist ist und kann das Smartphone laden: Der innovative Reisekoffers „Bluesmart“ ist eine eierlegende Wollmilch-Sau, dessen Konzept auf Indiegogo schon über 800.000 US-Dollar gesammelt hat.

Bluesmart (Bild: Indiegogo / Bluesmart) Bluesmart (Bild: Indiegogo / Bluesmart)

Wer für eine Reise seine Sachen packt, der hat meist ein großes Problem: Man kämpft mit Übergewicht. Um dem einfach entgegen zu wirken, haben wir derletzt schon eine Lösung vorgestellt: den Koffer TUL. Der hat eine eingebaute Waage und zeigt auf einem kleinen Display das Ladegewicht an.

Die Entwickler von Bluesmart greifen die Idee der integrierten Waage auf, erweitern sie aber um einige „intelligente“ Features, wie man sie von smarten Devices kennt.

Der Koffer, der mitdenkt

Da wäre zum einen eine ebenfalls integrierte Gewichtsmessung. Die Daten werden allerdings nicht auf einem schnödem LCD-Display dargestellt, sondern an die Bluesmart-App gesendet. Hier sieht man dank des Location Trackings auch, wo sich der Koffer befindet. Da ist ganz praktisch, wenn man beispielsweise vergessen hat, in welcher Ecke man ihn abgestellt hat. Oder wenn Langfinger am Werk waren und ihn entwendet haben. Damit ein Diebstahl nicht unbemerkt geschieht, kann in der App ein „Distance Alert“ eingestellt werden. Das heißt: Entfernt sich der Bluesmart zu weit vom Inhaber, wird ein Alarm ausgelöst.

Das Location Tracking kann natürlich auch dazu genutzt werden, um sich darüber zu informieren, ob der Koffer sich noch im Flugzeug oder schon im Abholbereich befindet. Oder um in einer Statistik auszuwerten, wo auf der Welt man mit dem innovativen Reisebegleiter schon war.

Ebenso „smart“ ist der Verschluß. Er lässt sich digital über die App öffnen und verschließen. Das Smartphone wird so zum Schlüssel.

Apropos Handy: Der Bluesmart besitzt einen integrierten Akku, womit man seine elektronischen Geräte aufladen kann. Bis zu sechs vollständige Smartphone-Ladungen soll der Koffer bieten – das sagen zumindest die Erfinder.

Wie robust ist der elektronische Koffer?

Der Bluesmart trumpft mit vielen interessant klingenden Features auf, die der moderne Reisende sicherlich gebrauchen und nutzen kann. Ja, das Konzept wirkt aus meiner Sicht faszinierend. Wie eine eierlegende Wollmilch-Sau. Und damit fast schon zu fantastisch.

Was mich auch nachdenklich stimmt: In Bluesmart wird jede Menge Elektronik verbaut – wie robust fällt die aus? Immerhin werden Koffer beim Transport, gerade auf Flughäfen, nicht gerade mit Samthandschuhen angefasst. Rempler und harte Stöße sind leider an der Tagesordnung. Wie lange hält der Bluesmart durch, bis die ersten Ausfälle zu verzeichnen sind?

Fragen, die derzeit noch nicht geklärt werden können. Denn beim Bluesmart handelt es sich noch um ein Konzept, nicht um ein fertiges Produkt. Damit aber die Vision des smarten Koffers umgesetzt werden kann, suchen die Köpfer dahinter aktuell auf Indiegogo nach finanziellen Unterstützern. Und das bereits extrem erfolgreich.

Das Ziel der Crowdfunding-Kampagne liegt bei 50.000 US-Dollar (umgerechnet rund 40.000 Euro). Das wurde schon um ein Mehrfaches übertroffen. Mittlerweile sind schon über 800.000 Dollar (640.000 Euro) zusammen gekommen. Bis zum Ende der Kampagne am 24. November werden es sicherlich noch ein paar mehr.

Wer Interesse an Bluesmart zeigt, kann den Koffer aktuell bei Indiegogo für zirka 220 Euro (inklusive internationalen Versand) erwerben. Die Auslieferung soll im Juli 2015 erfolgen.

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