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08.10.12

Blossom One Limited: Highend-Espressomaschine für 11.111 US-Dollar

Die Blossom One Limited ist eine Espressomaschine für ganz feine Zungen. (Bild: Blossom)

Guter Kaffee ist bekanntlich unbezahlbar. So gesehen ist die Espressomaschine Blossom One Limited für 11.111 US-Dollar quasi ein Schnäppchen.

Für so manchen ist ein Leben ohne Kaffee gar nicht denkbar. Er gibt morgens den ersten Kick und sorgt dafür, dass man auch tagsüber jedes Biorhythmus-Tal schnell hinter sich lassen kann. Zugleich aber ist Kaffee zu kochen eine Kunst für sich und über "die beste" oder auch schlichtweg "die richtige" Methode können sich Genießer lange streiten.

Und wo es Genießer gibt, ist Highend nicht weit – jener sagenhafte Bereich unserer Konsumgesellschaft, in dem man für immer kleiner werdende Unterschiede immer größer werdende Summen bezahlt. Aber das darf man einem Genießer natürlich nie sagen. Denn es kommt gar nicht darauf an, ob es den Unterschied wirklich gibt, solange man ihn selbst wahrnimmt. Schnöde Physik kann das eben nicht nachvollziehen. Und deshalb gibt es klangverbessernde Wunderkabel für die Hi-Fi-Anlage, aerodynamische Rahmen für Rennräder – oder eben wie in diesem Fall eine Espressomaschine für 11.111 US-Dollar.

[photos title=""] Wir haben die Blossom One Limited nicht ausprobiert und können daher zunächst nur wiedergeben, was der Hersteller verspricht. Da Blossom aus den USA kommt, scheut die Firma erwartungsgemäß keinen Superlativ. Die One Limited wird demnach "alles verändern", was man bislang über Kaffee zu wissen glaubte. Profis hätten eine bisher ungeahnte Kontrolle über den gesamten Prozess und Laien könnten endlich Kaffee kochen wie die Profis. Dass sie den Besitzer schön und erfolgreich macht, wird hingegen nicht versprochen. Alle Erwartungen in diese Richtung müssen wir also leider dämpfen.

Hightech und Handbetrieb

Dabei ist die Blossom One Limited eine Mischung aus manueller Bedienung und Hightech. Auf der einen Seite lässt sich beispielsweise per Handhebel der Druck auf den Kaffee selbst bestimmen. Auf der anderen Seite kann man QR-Codes auf Kaffeepackungen einscannen, damit die Maschine ein entsprechend speziell angepasstes Programm abruft, sofern der Kaffeeröster mitspielt. Solche Kaffeekochrezepte lassen sich darüber hinaus selbst anlegen und mit anderen Nutzern teilen. Und wer schon einmal mit einem Kaffee-Experten gesprochen hat, weiß wie kompliziert es ist, die Prozedur perfekt abzustimmen...

Die Maschine selbst verbindet sich per WLAN mit dem Internet. Zudem ist eine 1,3-Megapixel-Kamera eingebaut, damit man als Besitzer vom eigenen Rechner aus nachsehen kann, was der Kaffee denn gerade so macht.

Die Maschine selbst ist modular aufgebaut und soll sich besonders leicht reinigen lassen. Als Materialien kommen unter anderem Glas und Edelstahl zum Einsatz und fürs individuelle Finish kann man sich die Sorte der Holzapplikationen aussuchen: Mahagoni, Walnuss, Sapele, Teak und Zebrano stehen zur Auswahl. Andere Materialwünsche werden auf Anfrage erfüllt.

Sinn und Unsinn

Wie immer bei Highend kann man über den Sinn oder Unsinn eines solchen Geräts nicht wirklich streiten. Wer tatsächliche oder wenigstens gefühlte Perfektion sucht, wird die Blossom One Limited ein verführerisches Angebot finden. Alle anderen werden das nicht die Bohne verstehen.

Wer Interesse hat, kann sich auf der Website jetzt vormerken lassen. Im Frühjahr 2013 soll die Maschine ausgeliefert werden.

Gefunden bei gizmag.

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