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03.03.15

Beam: Der Mini-Beamer, den man in eine Lampenfassung dreht

Eine Glühlampe? Ja, auch. (Foto: Beam Labs)

Ein kleiner Projektor, der auch eine reguläre Glühlampe sein kann? Was auf den ersten Blick seltsam klingen mag, könnte ein praktisches Gadget für das Smart Home werden. Zumindest scheinen die Einsatzmöglichkeiten von Beam sehr vielfältig zu sein.

Eine Glühlampe? Ja, auch. (Foto: Beam Labs) Eine Glühlampe? Ja, auch. (Foto: Beam Labs)

Die Erfinder von Beam steckten im Grunde in eine LED-Glühlampe einen leuchtstarken Pico-Projektor, der bei Bedarf angeschaltet werden kann, um so Inhalte vom Smartphone oder Tablet mit iOS bzw. Android an einen beliebigen Ort zu projizieren. Wozu das gut ist?

 

Vielfältig nutzbar

Von Haus besitzt Beam einen regulären E27-Anschluss, sodass man ihn wie gewohnt in eine Lampenfassung drehen kann – im Wohnzimmer oder dort, wo man das Gerät verwenden möchte. Die LED Pico-Projektor besitzt eine Auflösung von 854 x 480 Bildpunkten bei 100 Lumen. Bis zu 20.000 Stunden soll dieser aushalten. Eine schwarze Ummantelung soll die Qualität des Dargestellten verbessern. Zusätzlich bieten 12 integrierte LEDs eine reguläre Leuchten-Funktion, falls man also den Beamer mal nicht benötigt. Zwei 2-Watt-Lautsprecher ermöglichen sogar das schnurlose Übertragen von Musik.

Das Herz ist ein vollständiger Android-basierter Rechner mit 1,3GHz schnellem Dualcore-Prozessor, 8GB Flash-Speicher, WIFI und Bluetooth 4.0. Die Energie bezieht Beam komplett aus der Lampenfassung, alternativ steht noch ein Bajonett-Adapter zur Verfügung, um den Projektor auch als Nachttischlampe oder dergleichen zu verwenden. Wer möchte, legt Beam einfach auf den Tisch und katapultiert das Bild an die nächste Wand.

Was man möchte

Airplay und Miracast werden laut offiziellen Angaben unterstützt, man kann also Inhalte vom iOS- bzw. Android- Device komplett spiegeln, wenn man möchte. Die Macher stellen sich auch allerlei andere Einsatzgebiete vor. So könnte man sich mit Licht und Sound wecken lassen, sich spontan ein Youtube-Video angucken oder ein Spielfeld für ein Game auf einen Tisch projizieren lassen, über den Beam angebracht wurde.

Zumindest das Werbevideo sieht durchaus nach interessanten Optionen aus…

Teuer

Zwar gefällt mir der Ansatz von Beam wirklich sehr gut, aber leider ist die Peripherie recht teuer. Wer jetzt noch Geld bei Kickstarter vorschießt, zahlt 400 US-Dollar zzgl. Versand nach Europa. Das ist nicht gerade billig, zumal Pico-Projektoren mittlerweile deutlich günstiger zu haben sind. Trotzdem scheint Beam sehr gut anzukommen, wie man sieht. Das Finanzierungsziel von 200.000 US-Dollar wurde längst geknackt, ab Oktober 2015 könnte mit der Auslieferung begonnen werden.

Bei Bedarf auch eine reguläre Lampe. (Foto: Beam Labs) Bei Bedarf auch eine reguläre Lampe. (Foto: Beam Labs)

Weitere Details finden sich bei Kickstarter.

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