26.05.14

Augment: Wer Lego mag, mag auch diesen kantigen Ansteck-Akku

Augment: Wie mit Klötzchen spielen. Alle Bilder: Rubix

Man könnte einen ganzen Laden nur mit Extra-Akkus für Smartphones aufmachen und er würde sich tragen. Auch Augment ist im Prinzip nichts anderes als ein Zusatz-Akku und noch nicht einmal ein besonders vielseitiger oder leistungsfähiger. Die Idee lässt uns trotzdem nicht mehr los. Warum nur?

 

Die gute Nachricht: Das Projekt Augment war auf Kickstarter erfolgreich und hat die gewünschte Fördersumme in Höhe von 17.000 US-Dollar für ein Kombisystem aus Ansteck-Akku und iPhone-Hülle erreicht. Die schlechte: Technisch außergewöhnlich ist Augment nun nicht gerade. Die verwunderte Frage lautet also: Was macht Augment dann so interessant?

 

Der eckige Augment-Reserveakku wird einfach über die Lightning-Schnittstelle in das iPhone gesteckt. Hier ist also nichts mit einem Ladekabel, das man für andere Reserveakkus für gewöhnlich braucht. Und vielleicht ist es schon das, was Augment so interessant macht.

 

Die technischen Eigenschaften sind es nämlich nicht. 1.200 mAh bietet der Akku. Das reicht noch nicht einmal aus, um das iPhone komplett zu laden, sondern nur zu 60 Prozent. Ausgangsstrom: 1 bis 5A. In einer Stunde hat der Akku das iPhone entsprechend weit geladen, danach ist Schluss.

Lädt das iPhone zu 60 Prozent

Gründer Will Matters spricht in seinem Video noch von besonderen Designkonzepten, die das iPhone noch so verbessern würden, wie man selbst sich das immer gewünscht hätte. Technisch gesehen bietet Augment allerdings den besagten Akku mit einer optisch dazu passenden iPhone-Hülle - und sonst nichts:

Das ist natürlich ausreichend, das ist auch nicht einmal besonders teuer. Aber das ist schon verschenktes Potenzial, schaut man sich etwa die vielseitigen Möglichkeiten des GoKey an, den Kollege Jan Tißler kürzlich hier vorgestellt hat.

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Ich ahne, was der Grund für mein Interesse an Augment ist: Der kindliche Wunsch, mit Bauklötzen zu spielen. Hülle und Akku machen aus Geräten, die für gewöhnlich rund sind, kantige Gebilde, die sich optimal ineinander stecken lassen. Das ist nichts anderes als das Lego- oder Duplo-Prinzip. Und wer hat im Sandkastenalter nicht gerne damit gespielt? Die Faszination dafür verfliegt aber nie. Augment weckt das Kind im Manne.

 

Die Kickstarter-Aktion des in Hongkong ansässigen Hardware-Startups Rubix läuft noch bis zum 18. Juni. Die bloße Hülle könnt ihr samt Lieferkosten schon für umgerechnet etwas mehr als 18 Euro bestellen, den Zusatzakku für 33 Euro. Das System eignet sich nur für die beiden iPhone-Modelle 5 und 5S. Beide Elemente im Paket sollen zusammen samt Lieferung umgerechnet 47,50 Euro kosten. Kann man machen.

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